Schnapsen
Diese Beschreibung wurde von Keith Waclena beigetragen, dem Bearbeiter des Handbuchs für österreichische Biere.
Inhaltsverzeichnis
Schnapsen (oder Schnapser) ist ein verbreitetes
österreichisches Kartenspiel für zwei Spieler. Im Wesentlichen handelt es sich um eine gekürzte Variante des klassischen
deutschen Kartenspiels
Sechsundsechzig. Andere eng verwandte Kartenspiele sind Tausendeins (
Österreich),
Tute (
Spanien), Tyziacha (Russland und Ukraine) und Snapszli (
Ungarn). Jeder Spieler, der sich mit einem
Ass-Zehn-Spiel (wie z. B.
Binokel) auskennt, wird die Grundlagen jedoch schnell verstehen. Schnapsen ist ein von Natur aus intensives Spiel, das einen hohen Konzentrationsaufwand erfordert. Es ist eignet sich daher nicht als Gesellschaftsspiel, ist jedoch eine Herausforderung, die niemals uninteressant wird.
Spielbeschreibung
Schnapsen ist ein
Punktstichspiel der
Hochzeitsgruppe. Daher besteht die grundlegende Idee darin, Punkte mit dem Gewinn wertvoller Karten in seinen Stichen zu machen, sowie durch Anmeldung von Hochzeiten (d. h. König und Dame der selben Farbe) Extrapunkte zu gewinnen. Es gibt jedoch einige Regeln, die Schnapsen etwas anders machen. Die erste Regel besteht darin, dass das Spiel durch Stechen und Ziehen gespielt wird, ohne dass eine Farbe bedient werden muss, bis der Vorratsstapel
geschlossen ist. Danach werden die im Blatt verbliebenen Stiche strikt ausgespielt,
F,t,r. Die zweite Regel besteht darin, dass Sie zum Gewinn eines Blatts 66 Punkte benötigen. Die Spieler müssen die erzielten Punkte im Gedächtnis behalten, da das Aufschreiben während des Spiels nicht erlaubt ist. Wenn Sie 66 Punkte erzielt haben und dies nicht anmelden, kann Ihr Gegner den Gewinn des Spiels beanspruchen, wenn er 66 Punkte erzielt hat, unabhängig von der von Ihnen erzielten Punktzahl. Wenn ein Spieler 66 Punkte anmeldet, ohne dass dies den Tatsachen entspricht, muss dieser eine Strafe zahlen. Ein Spiel wird mit sieben Spielpunkten gewonnen, die recht schnell erreicht werden können, wenn Strafpunkte und Extrapunkte ins Spiel kommen. Außerdem enthält das Kartenspiel keine wertlosen Karten: Es zählt praktisch jede Karte, und die Entscheidung, wie Sie die einzelnen Karten spielen sollten, kann zur Qual werden. Durch das gekürzte Kartenspiel bekommt man schnell einen ziemlich guten Überblick über die Lage der Karten und das Schließen wird eines der wesentlichen Elemente der Strategie. Die Spiele werden selten bis zum Aufbrauchen aller Karten gespielt. Die Entscheidung, wann geschlossen werden soll, kann dazu verwendet werden, den Gegner wehrlos zu machen oder auch als ein Mittel, sich selbst vor diesem Schicksal zu bewahren.
Ein typisches Spiel verläuft wie folgt. Die Blätter werden ausgeteilt, und die oberste Karte auf dem Vorratsstapel wird als Trumpfkarte aufgedeckt. Anfangs wird mit Stichen und Nachziehen gespielt, wobei die Spieler versuchen, an Stärke zu gewinnen (in der Regel in Trümpfen), damit sie den Vorratsstapel schließen können. Sie müssen auch auf wertvolle Kombinationen zum Anmelden achten (Hochzeiten und den Trumpfbuben, der gegen die wertvolle aufgedeckte Trumpfkarte ausgetauscht werden kann), mit deren Hilfe das Blatt schneller beendet werden kann. Die Spieler müssen während des ganzen Blattes die eigenen und die Punkte des Gegners im Gedächtnis behalten. Irgendwann dreht dann ein Spieler die aufgedeckte Trumpfkarte um, womit der Vorratsstapel geschlossen wird, und die auf der Hand verbliebenen Karten werden ausgespielt, ohne dass sie durch Karten vom Vorratsstapel ersetzt werden. Es muss, mit einer höheren Karte wenn möglich, bedient werden, und es herscht Stechzwang. In der Regel werden die Trümpfe eines Spielers sofort gespielt und die 66 angemeldet, bevor alle Karten ausgespielt ist. Wenn die 66 fälschlicherweise angemeldet wird, erhält der Gegner einen großen Bonus.
Die Karten
Schnapsen wird mit einem Kartenspiel in französischen oder deutschen Farben mit 20 Karten gespielt. Ich beschreibe hier das Spiel mit einem französischen Kartenspiel. Um das Spiel mit einem internationalen Standardkartenspiel mit 52 Karten zu spielen, müssen Sie die Karten von Neun bis Zwei entfernen. Österreichische Schnapsen-Kartenspiele enthalten 24 Karten, wie für Sechsundsechzig. Sie müssen die Neunen vor dem Spiel entfernen.
Die Ränge und Werte der Karten entsprechen dem zentraleuropäischen Modell:
Karte Wert
Ass 11
Zehn 10
König 4
Dame 3
Bube 2
Beim Spiel mit einem deutschen Kartenspiel sind die Ränge und Werte wie folgt:
Karte Wert
Daus (Ass) 11
Zehner 10
König 4
Ober (Dame) 3
Unter (Bube) 2
Beachten Sie, dass die Daus (Zwei) als hohe Karte statt des Asses verwendet wird (obwohl sie manchmal Ass genannt wird). Beachten Sie außerdem, dass beim Fehlen einer Dame gleichgeschlechtliche Hochzeiten zwischen dem König und dem Ober stattfinden. Ober werden häufig als Damen bezeichnet, und Unter als Buben.
Geben
Der Geber wird anhand einer beliebigen akzeptablen Regel festgelegt. Anschließend wechseln sich die Spieler beim Geben ab.
Nach dem Mischen und Abheben werden jedem Spieler fünf Karten gegeben (traditionell erst zwei, dann drei oder umgekehrt). Die nächste Karte wird aufgedeckt, um die Trumpffarbe zu bestimmen. Die verbleibenden neun nicht ausgeteilten Karten werden verdeckt als Vorratsstapel abgelegt, quer über der aufgedeckten Karte, sodass der Wert der Trumpfkarte sichtbar bleibt.
Das Spiel
Der nicht gebende Spieler spielt den ersten Stich aus. Im ersten Teil des Blatts wird der Stich durch die höchste Karte der ausgespielten Farbe oder die höchste Trumpfkarte gewonnen, wenn eine Trumpfkarte gespielt wurde. Es gibt keine Verpflichtung, die ausgespielte Farbe zu bedienen oder zu trumpfen. Der Stich wird vom Gewinner eingesammelt und verdeckt vor diesem abgelegt. Er darf nicht erneut betrachtet werden.
Der Gewinner erzielt den Punktwert der beiden im Stich gespielten Karten, wie in der Tabelle oben beschrieben. Es ist wichtig, dass sich die Spieler an die Zahl der gewonnenen Punkte erinnern. Die Punkte dürfen weder notiert noch anderweitig aufgezeichnet werden. Die Spieler dürfen bereits gewonnene Stiche auch nicht erneut betrachten, um festzustellen, wie viele Punkte sie erzielt haben. Nachdem der Stich gespielt wurde, nimmt der Gewinner des Stichs die oberste Karte vom Vorratsstapel, um sein Blatt aufzufüllen. Anschließend zieht der Verlierer des Stichs die nun oberste Karte. Der Gewinner des Stichs spielt zum nächsten Stich aus.
Der Trumpfbube
Wie in vielen Ass-Zehn-Spielen, die in Europa gespielt werden, kann der Besitzer der niedrigsten Trumpfkarte (in diesem Fall der Bube) diese für die aufgedeckte Trumpfkarte austauschen. Dies darf nur durch einen Spieler erfolgen, der bereits einen Stich gewonnen hat. Der Austausch muss nicht bei der ersten Gelegenheit erfolgen. Der Besitzer des Trumpfbuben kann damit warten und die Karte nach jedem Stich austauschen, so lange es noch Karten im Vorratstapel gibt und dieser nicht geschlossen wurde. Der Austausch darf erst stattfinden, wenn beide Spieler zu einem Stich gespielt haben, jedoch bevor eine Karte für den nächsten Stich ausgespielt wurde. Sie können den Austausch nicht während eines Stichs durchführen. Nachdem der Vorratsstapel geschlossen oder aufgebraucht wurde, kann der Trumpfbube nicht mehr ausgetauscht werden.
Hochzeiten
Eine Hochzeit (zwischen einem König und einer Dame in einer beliebigen Farbe) kann jederzeit gemeldet werden, indem eine der beiden Karten für einen Stich
ausgespielt wird. Die andere Karte des Paars muss sofort gezeigt werden. Dafür erhält man 20 Punkte (für eine einfache Hochzeit) oder 40 Punkte (für eine königliche Hochzeit, d. h. eine Hochzeit in der Trumpffarbe). Obwohl eine Hochzeit jederzeit gemeldet werden kann, werden die Punkte nicht gezählt, solange der meldende Spieler keinen Stich gewonnen hat. Wenn ein Spieler beispielsweise für den ersten Stich eine königliche Hochzeit für 40 mögliche Punkte meldet, bis zum Ende des Blatts jedoch keinen Stich gewonnen hat, erhält er keine Punkte für die königliche Hochzeit.
Nachdem der Vorratsstapel geschlossen oder aufgebraucht wurde, können keine Hochzeiten mehr gemeldet werden.
Aufbrauchen des Vorratsstapels
Wenn keiner der beiden Spieler das Kartenspiel schließt, werden schliesslich die letzten beiden Karten vom Stapel gezogen. Die letzte verdeckte Karte erhält der Gewinner des Stichs, die aufgedeckte Karte der Verlierer. Anschließend ändern sich die Regeln des Spiels und werden strenger. Die Spieler müssen die ausgespielte Farbe bedienen. Der zweite Spieler muss außerdem nicht nur bedienen, sondern eine höhere Karte spielen, wenn ihm dies möglich ist. Wenn der Gegner eine Nebenkarte auspielt, bedeutet dies:
- Sie müssen eine höhere Karte der gleichen Farbe spielen, wenn Sie können;
- Wenn Sie dies nicht können, müssen Sie eine niedrigere Karte der gleichen Farbe spielen;
- Wenn Sie keine Karte in der ausgespielten Karte haben, müssen Sie eine Karte in der Trumpffarbe spielen;
- Wenn Sie keine Karten in der Trumpffarbe haben, können Sie eine beliebige Karte spielen.
Wenn Ihr Gegner eine Karte in der Trumpffarbe ausspielt, bedeutet dies:
- Sie müssen eine höhere Trumpfkarte spielen, wenn Ihnen dies möglich ist;
- Wenn Sie keine höhere Trumpfkarte haben, müssen Sie eine niedrigere Trumpfkarte spielen;
- Wenn Sie keine Karten in der Trumpffarbe haben, können Sie eine beliebige Karte spielen.
Nachdem der Vorratsstapel aufgebraucht wurde, können keine Hochzeiten mehr gemeldet werden. Das bedeutet vor allem, dass Sie keine Hochzeit mit der Karte melden können, die Sie während des Stichs gezogen haben, in dem der Vorratsstapel aufgebraucht wurde.
Es sollte darauf hingewiesen werden, dass bei erfahrenen Spielern der Vorratsstapel nur selten aufgebraucht wird; normalerweise wird er geschlossen.
Letzter Stich
Der Gewinner des letzten Stichs erhält zusätzlich 10 Punkte. Dieser Bonus wird jedoch nur dann vergeben, wenn das gesamte Kartenspiel aufgebraucht wurde und keiner der beiden Spieler geschlossen hat.
Schließen
Jeder der beiden Spieler kann, wenn er mit dem Ausspielen zu einem Stich an der Reihe ist, den Vorratsstapel
schließen, indem er die aufgedeckte Trumpfkarte umdreht und verdeckt auf den Stapel legt. (Der Gegner erhält die Möglichkeit, den Trumpfbuben auszutauschen.) Der Vorratsstapel kann entweder vor oder nach dem Ziehen der Ersatzkarten geschlossen werden. Das letzte Blatt kann daher jeweils vier oder fünf Karten enthalten.
Nachdem der Vorratsstapel geschlossen wurde, gelten die gleichen Regeln wie für einen aufgebrauchten Vorrat:
Die ausgespielte Farbe muss bedient werden, mit einber höheren Karte wenn möglich. Ansonsten muss man stechen, oder, wenn man keine Trümpfe mehr hat, eine beliebige Karte abwerfen. Es können keine Hochzeiten mehr gemeldet werden. Alle verbleibenden Karten werden ausgespielt.
Ausgehen
Wenn ein Spieler der Ansicht ist, dass er 66 oder mehr Punkte hat, kann er dies erklären und den Gewinn des Blatts beanspruchen. Das Spiel wird sofort unterbrochen. In der Regel geschieht dies, wenn ein Spieler gerade einen Stich gewonnen hat. Es kann jedoch auch dann geschehen, wenn ein Spieler gerade eine Hochzeit gemeldet hat (bevor also der Gegner seine Karte spielen konnte - selbst wenn der Gegner es schafft, seine Karte zu spielen, wird der Stich nicht gezählt).
Zu diesem Zeitpunkt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder hat der Spieler, der den Gewinn angemeldet hat, recht oder nicht. Wenn er Recht hat, erhält er die folgenden Punkte:
- einen Spielpunkt, wenn der Gegner mindestens 33 Punkte erzielt hat;
- zwei Spielpunkte, wenn der Gegner weniger als 33 aber mindestens einen Punkt erzielt hat (der Gegner ist dann im Schneider);
- drei Spielpunkte, wenn der Gegner keine Punkte erzielt hat (der Gegner ist dann Schwarz).
Wenn der Spieler unrecht hat, erhält der
Gegner zwei Punkte für das Spiel bzw. drei, wenn er keine Stiche gewonnen hat. Wenn ein Spieler geschlossen hat und anschließend keine 66 Punkte erzielt, gelten die gleichen Strafpunkte.
Wenn keiner der Spieler ausgegangen ist, sondern beide das Spiel bis zum letzten Stich fortgesetzt haben, gewinnt der Spieler, der die meisten Punkte erzielt hat. Wenn die Spieler einen Gleichstand mit mehr als 66 Punkten erzielt haben, erhält der Gewinner des nächsten Blatts den Spielpunkt. Ein Gleichstand mit 65 Punkten ist möglich. In diesem Fall erhält keiner der beiden Spieler den Spielpunkt.
Um einen Anspruch zu überprüfen, werden die Punkte der beiden Spieler für etwaige angesagte Hochzeiten und anschließend die in den Stichen gewonnenen Karten gezählt. Wenn beide Spieler der Punktzahl des Gegners zustimmen, kann dieser Schritt ausgelassen werden. (Es gilt nicht als Beleidigung, um das Zählen der Punkte zu bitten.)
Bei der Prüfung eines Anspruchs wird manchmal festgestellt, dass der Spieler, der den Gewinn nicht beansprucht hat, tatsächlich 66 oder mehr Punkte hat. Dies hat keinen Einfluss auf die Punkte. So lange der Anspruch korrekt erhoben wurde, gewinnt der ansagended Spieler, egal wie viele Punkte der Gegner erzielt hat. Der Gegner hätte seine Punktzahl besser im Gedächtnis behalten und den Anspruch auf den Gewinn des Blatts früher erheben sollen.
Das Spiel
Das Spiel wird von dem Spieler gewonnen, der sieben Spielpunkte erzielt hat.
Im Schnapsen-Spiel zählt beinahe jede Karte. Es gibt so gut wie keine wertlosen Karten. Daher müssen Sie sich sorgfältig überlegen, was Sie mit den einzelnen Karten tun möchten. Asse und Zehnen sind viele Punkt wert. Sie können sie jedoch in der ersten Spielhälfte nicht unbesorgt ausspielen, da Ihr Gegner diese wahrscheinlich trumpfen wird. Sie sollten aufgrund der möglichen Hochzeiten Könige und Damen behalten. Ihr Gegner besitzt jedoch wahrscheinlich die ergänzenden Karten, sodass Sie diese zu irgendeinem Zeitpunkt abgeben müssen. Damit bleiben Ihnen nur drei Buben, die Sie auf einen Stich spielen können, ohne dass dies Probleme bereitet. (Den Trumpfbuben sollten Sie für den Austausch behalten.) Natürlich müssen Sie diese Regeln gelegentlich brechen. Sie können möglicherweise Trümpfe mit Assen oder Zehnen ziehen, wenn Sie eine lange Nebenfarbe haben. Es kann von Vorteil sein, in der ersten Hälfte nicht ausspielen zu müssen, sodass Sie Stiche mit Assen und Zehnen gewinnen können, um Punkte zu erzielen. Sie müssen jedoch das Ausspielen zurückerhalten, um Hochzeiten melden zu können. Es gibt jedoch so wenige Karten im Blatt, und der Vorrat ist so schnell aufgebraucht, dass Sie solche Pläne in der Regel nicht umsetzen können.
Das Schließen zum richtigen Zeitpunkt ist die wichtigste Taktik des Spiels. Sie müssen Ihre Punkte im Gedächtnis mitzählen und stets die sicheren Punkte im Auge behalten, die Sie nach dem Schliessen zusammen mit den durchschnittlichen Punkte, die Sie von Ihrem Gegner erhalten, gewinnen können. In dem Moment, in dem Ihnen die 66 sicher (oder zumidenstens wahrscheinlich) sind, sollten Sie schließen und Ihre Spielpunkte einsammeln. Sie müssen außerdem die Punkte des Gegners mitzählen, um Ihre Strategie ändern zu können, wenn Sie denken, dass dieser im Begriff ist zu schließen. (In diesem Fall müssen Sie z. B. schnell Ihre Trumpfkarte spielen, um den Rubikon von 33 Punkten zu überschreiten.) Ein riskantes Schließen ist möglicherweise dann ratsam, wenn Sie Ihren Gegner Schneider oder Schwarz machen können.
Lassen Sie sich nicht durch einige schlechte Blätter entmutigen. Im Schnapsen-Spiel sind faszinierende Gewinne aus der unterlegenen Position heraus möglich. Nichts ist so schön wie das Spiel zu gewinnen, nachdem Ihr Gegner mit 6:0 vorne lag!
Bauernschnapsen ist eine ausgeklügelte Partnerschaftsversion von Schnapsen für vier Spieler. Talon-Schnapsen ist eine Version von Schnapsen für drei Spieler. Diese werden auf eigenen Seiten beschrieben.
Der deutsche Vorläufer des Schnapsen-Spiels, Sechsundsechzig, wird nach den exakt gleichen Regeln gespielt, außer, dass ein Kartenspiel mit 24 Karten verwendet wird, das auch die Neunen enthält. Diese zählen in Stichen null Punkte. Es werden sechs und nicht fünf Karten ausgeteilt. Die Neun in der Trumpffarbe wird für den Austausch verwendet. Schnapsen ist aufgrund des Fehlens der Neunen ein intensiveres Spiel.
Gaigel ist eine Partnerschaftsversion von Sechsundsechzig für vier Spieler und wird mit einem doppelten Kartenspiel aus 24 Karten gespielt. Es ist ein unterhaltsames Spiel, dem jedoch das taktische Element des Schließens fehlt.
- Helmuth Gugl. Meister Schnapsen. Wien: Ferd. Piatnik und Söhne, 1971.
- David Parlett. The Oxford Guide to Card Games. Oxford: The University Press, 1990.
- David Parlett. Card Games for Two. Teach Yourself Books.
Sevenoaks, Kent, England: Hodder and Stoughton, 1978.
- Johannes Bamberger. Sechsundsechzig. Perlen-Reihe Band 639, Franz Deuticke Verlag, Wien, Österreich, 1998.
Verschiedene Computerprogramme für Schnapsen, Schnapsen97 und Schnapsen 2000 (mit dem auch Bauernschnapsen möglich ist) sind auf KEC Austria: Triangle Productions verfügbar.
Auf der Website von Michael Zillinger können Sie ein Freeware-Programm für Schnapsen erhalten.
Auf der Website Thanos Card Games können Sie ein Freeware-Programm für Schnapsen und 66 herunterladen.
Ein 66-Spiel, das lokal gegen den Computer oder online gespielt werden kann, finden Sie im Paket von Favorite Games Ltd.
Auf www.nold.hu ist ein Freeware-Programm für das ungarische Snapszer-Spiel erhältlich.
Auf Schnapsen für Freunde - Bummerl können Sie das österreichische Schnapsen online gegen Live-Gegner spielen.
Auch auf der Website Gametwist können Sie Schnapsen online gegen Live-Gegner spielen.
Die deutsche Website Skill 7 bietet ein Schnapsen-Onlinespiel.
PlayOK Online Games (früher unter dem Namen Kurnik bekannt) bietet 66 und Schnapsen an.
Sie können die ungarische Version von Schnapsen, Snapszer, auf UltiNet und dessen englischsprachiger Ausgabe Rummy Network online gegen Computer oder Live-Gegner spielen.