Diese Seite liefert eine allgemeine Übersicht darüber, wie Poker gespielt wird. Für alle, die weitere Einzelheiten zu bestimmten Aspekten der Regeln benötigen, gibt es weitere Seiten zu den Themen Rangfolge der Blätter, zum Vorgang des Bietens sowie zu bestimmten Pokervarianten, wie etwa Seven Card Stud, Texas Hold'em, Omaha und Draw Poker, die auf der Seite Poker-Varianten aufgeführt werden.
Üblicherweise gilt Poker als ein Spiel für 2 bis 7 Spieler, je mehr, desto besser – die ideale Spielerzahl ist 6 oder 7. Einige Varianten können jedoch auch mit mehr als sieben Spielern gespielt werden, und einige sind auch für weniger Spieler geeignet – sogar für nur zwei ("Heads-up"). Das Austeilen und das Ausspielen der Karten erfolgt im Uhrzeigersinn.
Es wird ein internationales Standardkartenspiel mit 52 Karten verwendet, und in den meisten Varianten gibt es keine Joker. Die Rangfolge der Karten, von oben nach unten, ist A, K, D, B, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2. unter bestimmten Umständen kann das Ass als niedrigste Karte unter der 2 gelten. Für den Vergleich der Blätter sind alle Farben gleich.
Poker wird normalerweise um Geld gespielt, obwohl der Einfachheit halber statt des Geldes oft Wertmarken verwendet werden. Solche Wertmarken oder Chips haben verschiedene Werte und sind manchmal mit den Zahlen 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 ausgezeichnet; manchmal haben sie auch verschiedene Farben (weiß, rot, blau usw.), über deren Wert die Spieler sich einigen müssen. Die Spieler kaufen vor dem Spiel Chips vom Gastgeber und tauschen Sie am Ende wieder in Geld um.
Allgemein verläuft ein Pokerspiel wie folgt.
Dabei geht es natürlich darum, Geld zu gewinnen, was auf zweierlei Weise geschehen kann.
Die zweite Möglichkeit eröffnet Chancen zum Bluffen. Wenn alle anderen Spieler glauben, dass Sie ein gutes Blatt haben, werden Sie dann, wenn Sie den Einsatz erhöhen, wahrscheinlich abwerfen, anstatt weitere Chips in einen Pot zu legen, den Sie wahrscheinlich verlieren werden. Wenn alle anderen abwerfen, gewinnen Sie, auch wenn Ihr Blatt in Wirklichkeit schlechter als das der anderen ist.
Natürlich muss man wissen, welche Blätter welche anderen Blätter schlagen. Ein Pokerblatt besteht immer aus fünf Karten. Auch wenn Sie in einigen Varianten aus mehr als fünf Karten auswählen können, wählen Sie immer die fünf Karten, die das beste Blatt ergeben, und für den Vergleich der Blätter sind alle anderen Karten irrelevant.
Die Rangfolge der Blätter beim Standard-Poker ist, von oben nach unten, wie folgt.
Jedes höhere Blatt schlägt jedes niedrigere Blatt. Beim Vergleich zweier Blätter des gleichen Typs wird die Rangfolge durch die Rangfolge der einzelnen Karten bestimmt. Der Rang mit den meisten Karten in jedem Blatt (der Vierer, der Drilling in einem Dreier oder einem Full House, ansonsten ein eventuell vorhandenes Paar) wird zuerst verglichen; wenn diese gleich sind, werden die Ränge mit weniger Karten verglichen. Wenn zwei Ränge gleich viele Karten enthalten, werden die höherwertigen Karten vor den anderen verglichen.
Beachten Sie, dass im Standard- Poker die vier Farben alle gleich sind, und dass Pokerblätter aus nur fünf Karten bestehen. Wenn also zwei Spieler Fünf-Karten-Blätter haben, die sich nur durch die Farbe der Karten unterscheiden, ist das Spiel unentschieden und der Gewinn wird geteilt.
Beispiele:
Diese Rangfolge der Blätter gilt für Standard-Poker. In anderen Pokervarianten gibt es hier Abweichungen, wie zum Beispiel:
Die Seite Rangfolge der Blätter im Spiel "Poker" gibt weitere Einzelheiten hierzu.
Wenn Poker in einem Kasino gespielt wird, erhebt das Haus eine Gebühr für den Tisch, die Karten und den Geber. Diese Gebühr wird in Chips bezahlt und kann als Zeitgebühr von jedem Spieler erhoben werden, etwa für jede halbe Stunde im Voraus, oder als Rake, das heißt, dass das Haus einen bestimmten Prozentsatz von jedem Pot einbehält. Online-Poker-Rooms behalten normalerweise diese "Rake"-Gebühr aus jedem Pot ein.
Da bei den meisten Pokerspielen der Geber einen Positionsvorteil hat, wird der erste Geber nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Traditionell gibt einer der Spieler Karten einzeln und aufgedeckt aus einem gemischten Kartenspiel, und wer als erster einen Buben erhält, beginnt als Geber. Dabei hier die Spieler, die ihre Karten zuerst erhalten, einen leichten Vorteil haben, wird auch manchmal jedem nur eine Karte gegeben, wobei die höchste gewinnt. Wenn zwei Spieler gleich hohe Karten erhalten, ist die Rangfolge der Farben Pik (hoch), Herz, Karo, Kreuz (niedrig) (diese Farbfolge wird jedoch nicht für Entscheidungen im Showdown des eigentlichen Spiels verwendet).
Vor jedem Austeilen müssen einige oder alle Spieler den vereinbarten Grundeinsatz in den Pot einbringen. Die einfachste Regelung ist die, dass alle Spieler den gleichen Betrag setzen, den so genannten Grundeinsatz.
Dann mischt der Geber die Karten gründlich und bietet sie dem Spieler zu seiner Rechten zum Abheben an. Wenn dieser nicht abzuheben wünscht, kann dies jeder andere Spieler tun. Nach dem Abheben muss jeder Teil des Kartenspiels mindestens fünf Karten enthalten.
Hinweis: Die Position des Gebers wird oft durch ein Zeichen, den so genannten Dealer-Button angezeigt, der nach jedem Blatt nach links weiter gegeben wird. Bei einem offiziellen Spiel, etwa in einem Kasino oder bei einem Turnier, stellt das Haus gewöhnlich einen professionellen Geber, der nicht am Spiel teilnimmt, jedoch die Karten für den Spieler mit dem Dealer-Button mischt und austeilt. In diesem Fall wird oft nicht abgehoben. Der Geber beaufsichtigt auch den Pot und die abgeworfenen Karten und achtet darauf, dass das Spiel ordnungsgemäß und regelkonform verläuft. Wenn Poker online gespielt wird, werden die virtuellen Karten natürlich vom Servercomputer gemischt und ausgeteilt. Im Folgenden steht "Geber" für den Spieler, der gerade den Dealer-Button hat, unabhängig davon, wer die Karten tatsächlich austeilt.
Die Karten werden je nach den Regeln der gespielten Variante erforderlich ausgeteilt. Bei offiziellen Spielen beginnt jede Phase des Gebens normalerweise mit dem Burning ("Verbrennen") einer Karte; das heißt, die oberste Karte des Stapels wird verdeckt ausgegeben, bevor die Karten an die Spieler am Tisch ausgegeben werden. In Kasinos schiebt der Geber die "verbrannten" Karten unter den Haufen von Chips, aus denen der Pot besteht.
In verschiedenen Phasen während des Gebens oder danach findet eine Einsatzrunde statt. Die Einzelheiten dieser Einsatzrunden hängen von der jeweils gespielten Variante ab, die Grundregeln sind jedoch stets gleich. Während der Einsatzrunde hört jedes Austeilen, Tauschen und dergleichen von Karten auf, und die Spieler haben die Möglichkeit, ihre Einsätze zu erhöhen.
In den meisten Varianten beginnt der Spieler links vom Geber die erste Einsatzrunde, wenn alle Spieler den gleichen Grundeinsatz in den Pot gelegt haben. Wenn nur einige Spieler Chips in den Pot gelegt haben – etwa bei einem Spiel mit Blind-Einsätzen – beginnt die Runde mit dem Spieler links von dem/den Spieler(n), der/die bereits einen Einsatz gemacht hat/haben. Die zweite und alle folgenden Einsatzrunden können dann, je nach Variante, von dem nächsten aktiven Spieler links vom Geber oder von einem Spieler der durch die Aktion in der vorherigen Einsatzrunde bestimmt wurde, begonnen werden. Bei Varianten, in denen einige Karten offen ausgeteilt werden, kann jede Einsatzrunde mit dem Spieler beginnen, der das schlechteste (oder beste) sichtbare Blatt hat.
Die Spieler handeln im Uhrzeigersinn rund um den Tisch, für so viele Runden wie nötig, wobei Spieler, die das Spiel verlassen haben, übergangen werden, bis alle Spieler an der Reihe waren und die Einsätze aller aktiven Spieler gleich hoch sind.
Wenn in der aktuellen Einsatzrunde bisher kein Spieler gesetzt hat, und der Wert der gesetzten Chips aller aktiven Spieler gleich ist, haben Sie zwei Möglichkeiten, wenn Sie an der Reihe sind.
Wenn Sie weniger Chips im Pot haben als ein anderer Spieler, entweder, weil in der aktuellen Einsatzrunde ein Einsatz gemacht wurde, oder weil in der ersten Runde einige Spieler Blind-Einsätze gemacht haben, haben Sie drei Möglichkeiten:
Die Einsatzrunde endet, wenn entweder alle aktiven Spieler passen, oder alle aktiven Spieler mit dem letzten Einsatz oder der letzten Erhöhung mitgehen, oder wenn nur ein aktiver Spieler übrigbleibt.
Beispiel. Sechs Spieler: A, B, C, D, E, F. Alle machen einen Grundeinsatz von 1 EURO. In der ersten Einsatzrunde passt A, B setzt 2 EURO und C wirft ab. D erhöht jetzt um 4 EURO. Dazu muss D 6 EURO in Chips setzen: 2 EURO, um mit dem Einsatz von B gleichzuziehen und 4 EURO für die Erhöhung. E geht mit, was 6 EURO kostet, den Betrag, der benötigt wird, um mit D gleichzuziehen. Angenommen, F möchte erneut um 4 EURO erhöhen, dann muss F 10 EURO in Chips einsetzen: 6 EURO, um mit D gleichzuziehen plus 4 EURO für die Erhöhung. Jetzt ist A an der Reihe, und es würde A 10 EURO kosten, gleichzuziehen: A entscheidet sich, abzuwerfen. B geht mit, was 8 EURO kostet, die Differenz zwischen den 2 EURO, die B bereits gesetzt hat und den 10 EURO von F. C ist bereits draußen, kommt also nicht mehr an die Reihe. D hat bereits 6 EURO gesetzt, könnte also mit 4 EURO mitgehen, entscheidet sich jedoch, abzuwerfen. E geht für 4 EURO mit, der Differenz zwischen den 10 EURO von F und den 6 EURO, die E bereits gesetzt hat. Dies beendet die Einsatzrunde, da die drei aktiven Spieler B, E und F jeder in dieser Runde bereits 10 EURO gesetzt haben. F, der als letzter erhöht hat, kommt nicht mehr an die Reihe. Diese drei Einsätze von 10 EURO, plus die 6 EURO von D bilden zusammen mit den Grundeinsätzen einen Pot von 42 EURO.
In der Praxis sind die meisten Einsatzrunden weniger ereignisreich als diese. Häufig setzt ein Spieler, alle anderen werfen ab, und der Spieler, der gesetzt hat, gewinnt den Pot, d.h. die Grundeinsätze der anderen Spieler.
Es ist wichtig, dass ein Spieler, der an der Reihe ist, klar sagt, was er tut, d.h. "mitgehen", "erhöhen" usw., oder eine eindeutige Geste macht, etwa Chips zum Pot schiebt oder seine Karten abwirft. Wenn Sie angezeigt haben, was Sie tun wollen, können Sie Ihre Meinung nicht mehr ändern. Insbesondere dürfen Sie keine sogenannte "Kettenerhöhung" machen: mit dem letzten Gebot mitgehen, eine Pause machen, um die Reaktionen der anderen Spieler zu beobachten und dann eine Erhöhung machen.
Beim Spiel mit Tischeinsätzen kommt es gelegentlich vor, dass ein Spieler, der mitgehen möchten, nicht ausreichend Chips hat, um mit dem letzten Einsatz oder der letzten Erhöhung mitgehen zu können. In einem solchen Fall kann der Spieler mitgehen, in dem er alle seine verbleibenden Chips in den Pot gibt. Der Spieler ist dann "All-in" und hat das Recht, am Showdown teilzunehmen, ohne weitere Chips beizusteuern. Der Betrag, den er von jedem Gegner gewinnen kann, ist jedoch auf den Wert der Chips beschränkt, den der "All-in"-Spieler selbst in den Pot gelegt hat. Dazu wird der Pot zweigeteilt. Der Haupt-Pot besteht aus den Chips, die alle Spieler beigesteuert haben, bis zu dem Betrag, den der "All-in"-Spieler beigesteuert hat. Alle darüber hinaus gehenden Chips bilden einen Neben-Pot, von dem der "All-in"-Spieler ausgeschlossen ist. Wenn mehr als ein aktiver Spieler nicht "All-in" ist, können diese weiterhin Einsätze in diesen Neben-Pot machen. Wenn auch andere Spieler "All-in" gehen, werden auf die gleiche Weise weitere Neben-Pots aufgemacht.
Weitere Einzelheiten zu Neben-Pots, Einsatzlimits, Blind-Einsätzen und anderen Themen finden Sie auf der Seite Bieten im Spiel "Poker".
In der Theorie ist dies sehr einfach.
Wenn Neben-Pots bestehen, da einige Spieler "All-in" waren, werden diese in umgekehrter Reihenfolge abgeglichen, angefangen mit dem zuletzt eingerichteten Neben-Pot.
In der Praxis kann es einige Komplikationen geben.
Manche Spieler möchten nicht als erste ihr Blatt zeigen. Sie möchten zuerst die Blätter der anderen Spieler sehen und ihr Blatt nur zeigen, wenn sie gewinnen können. Um eine solche Pattsituation zu vermeiden, besteht die Regel, dass der Spieler, der in der letzten Einsatzrunde zuletzt agiert (gesetzt oder erhöht) hat, sein Blatt zuerst zeigen muss, gefolgt von den anderen Spielern im Uhrzeigersinn. Wenn in der letzten Einsatzrunde alle Spieler gepasst haben, muss der erste aktive Spieler links neben dem Geber zuerst sein Blatt zeigen. Trotz dieser Regel sollten aktive Spieler, damit das Spiel zügig abläuft, ihre Karten sofort zeigen und nicht warten, bis sie an der Reihe sind.
Beim Showdown müssen die Spieler ihr gesamtes Blatt aufdecken. Es reicht nicht, nur die Karten aufzudecken, die beweisen, dass man gewonnen hat, oder auch nur die fünf Karten, aus denen das beste Blatt besteht, wenn man mit Tischkarten spielt. Beim Showdown müssen die Spieler alle Karten aufdecken, die ihnen gegeben wurden, und zwar auf einmal, damit jeder am Tisch sehen kann, was der Spieler hat.
Spieler, die ihr Blatt aufdecken, sagen dazu auch oft, was sie haben. Manchmal kommt es auch vor, dass ein Spieler eine Kombination übersieht und ein schwächeres Blatt ankündigt, als er tatsächlich hat. Dies ist in einem Spiel mit Fünf-Karten-Blättern selten, bei Varianten jedoch, bei denen der Spieler aus sieben oder mehr Karten das beste Blatt auswählt, oder wenn mit Wild Cards gespielt wird, kommt es durchaus vor, dass eine bessere Möglichkeit übersehen wird. Bei offiziellen Pokerspielen besteht die Regel, dass "die Karten für sich selbst sprechen". Dies bedeutet, dass beim Showdown eines Blattes das beste Blatt zählt, dass hier möglich ist, auch, wenn der Spieler dies selbst nicht erkannt hat. Es ist die Pflicht des Gebers und jedes Spielers, der dies erkennt, auf das beste Blatt hinzuweisen; dieses Blatt wird dann gewertet, unabhängig davon, was der Spieler selbst angesagt hat. In manchen privaten Spielen gilt jedoch die umgekehrte Regel: Der Spieler muss sein Blatt ansagen, und wenn diese Ansage aufgrund der offengelegten Karten möglich ist, gilt das angesagte Blatt, auch wenn ein besseres Blatt möglich gewesen wäre.
Manche Spieler ziehen es vor, ihre Karten wegzulegen, ohne sie zu zeigen, wenn sie sehen, dass sie geschlagen sind. Dies ist durchaus üblich; die traditionelle Regel ist jedoch, dass jeder Spieler in der Runde das Recht hat, die Karten der Spieler zu sehen, die am Showdown teilnehmen, auch wenn er schon in einer früheren Runde abgeworfen hat. Der Sinn dieser Regel besteht hauptsächlich darin, Absprachen zwischen Spielern aufzudecken, und es gilt als inkorrektes Benehmen darauf zu bestehen, ohne einen guten Grund ein abgeworfenes Blatt zu sehen. Insbesondere sollte ein Spieler normalerweise nicht darauf bestehen, das Blatt eines anderen Spielers zu sehen, um daraus dessen Spielstil oder Taktik zu schließen oder einfach, um diesen Spieler zu irritieren; auch sollte der Gewinner eines Pots nicht nach dem Blatt eines Verlierers fragen. Bei offiziellen Pokerspielen besteht oft die Regel, dass das Recht, abgeworfene Blätter beim Showdown zu sehen, einem Spieler entzogen werden kann, der davon übertriebenen Gebrauch macht.
Hier folgt eine Kurzübersicht über die bekanntesten Poker-Varianten. Eine unfangreichere Liste finden Sie auf der Seite Poker-Varianten.
Five Card Draw ist eines der ältesten und bekanntesten Pokerspiele, obwohl einige der neueren Varianten in der letzten Zeit jedoch beliebter geworden sind. Jeder Spieler erhält ein Blatt aus fünf Karten. Die Spieler können sich ihre Karten ansehen, und es beginnt die erste Einsatzrunde mit dem Spieler links neben dem Geber. Wenn alle passen, werden die Karten abgeworfen, der Dealer-Button wird nach links weitergereicht, und ein neuer Grundeinsatz wird in den Pot gelegt.
Nach Eröffnung des Einsatzes kann nach der ersten Einsatzrunde jeder Spieler der Reihe nach eine beliebige Anzahl von Karten verdeckt ablegen und erhält die gleiche Anzahl Ersatzkarten. Dann findet eine zweite Einsatzrunde statt. Dabei beginnt der Spieler, der die erste Einsatzrunde eröffnet hat, oder, wenn dieser Spieler nicht mitgeht, der nächste aktive Spieler im Uhrzeigersinn nach dem eröffnenden Spieler. Wenn nach der zweiten Runde mehr als ein Spieler im Spiel bleiben, kommt es zum Showdown.
Five Card Draw wird oft so gespielt, dass man ein Minimum von zwei Buben ("Buben oder besser") im Blatt halten muss. Manchmal wird ein Kartenspiel mit 53 Karten verwendet, das einen Joker enthält, der als Wild Card (d.h. als Karte, die für eine beliebige Karte steht) oder als Bug (der für ein Ass steht oder einen Straight oder einen Flush komplettieren kann) verwendet wird. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Draw Poker.
Beim Lowball oder Low-Pokergewinnt das Blatt mit dem niedrigsten Wert den Pot. Die Spieler müssen sich einigen, ob hierbei ein Ass niedrig gewertet werden kann, und ob Straights und Flushes zählen. Je nach dieser Entscheidung ist das bestmögliche Blatt 5-4-3-2-A oder 6-4-3-2-A (gemischte Farben) oder 7-5-4-3-2 (gemischte Farben). Beachten Sie, dass auch bei einem "High Card"-Blatt die Karten von oben nach unten gewertet werden; beim Lowball schlägt also 8-6-5-4-3 das Blatt 8-7-4-3-2, da 6 niedriger ist als 7. Der Mechanismus - Geben, Ziehen und Einsatzrunden - entspricht dem beim Draw Poker.
Auch bei anderen Poker-Varianten können Low-Versionen gespielt werden, und zusätzlich kann man auch vereinbaren, dass die Spieler mit dem höchsten und niedrigsten Blatt beide gewinnen und sich den Pot teilen.
Beim Stud-Poker werden einige Karten offen ausgeteilt, und während einer Runde finden mehrere Einsatzrunden statt.
Beim Five Card Stud beginnt der Geber damit, jedem Spieler eine Karte verdeckt zu geben (die Anfangskarte), worauf eine offene Karte folgt. Die Spieler können sich ihre eigene Anfangskarte ansehen. Die erste Einsatzrunde beginnt bei dem Spieler, der die höchste offene Karte hat. Five Card Stud wird manchmal ohne Grundeinsatz gespielt; dann muss der Spieler mit der höchsten offenen Karte mit einem Mindesteinsatz beginnen. Nach Abschluss der Einsatzrunde teilt der Geber eine weitere offene Karte an jeden Spieler aus, worauf eine weitere Einsatzrunde folgt, die der Spieler beginnt, dessen offene Karten derzeit das beste Blatt abgeben. Dies wird wiederholt, bis alle Spieler fünf Karten haben - eine verdeckt und vier offen - und nach der letzten Einsatzrunde kommt es zum Showdown zwischen den verbleibenden Spielern.
Seven Card Stud ist heutzutage beliebter als Five Card Stud. Jeder Spieler erhält (nacheinander) zwei Anfangskarten verdeckt und dann eine offene Karte. Die erste Einsatzrunde wurde gewöhnlich von dem Spieler eröffnet, der die höchste offene Karte hat, obwohl heutzutage oft gespielt wird, dass der Spieler, der die lowest Karte hält, mit einem Zwangseinsatz, dem Bring-in, beginnt. Nach der ersten Einsatzrunde erhält jeder Spieler eine offene Karte (Fourth-Street), und es kommt zu einer zweiten Einsatzrunde, die immer von dem Spieler mit dem höchsten sichtbaren Blatt begonnen wird. Dies wird für die beiden nächsten offenen Karten (Fifth- und Sixth Street) wiederholt. Die letzte Karte (Seventh Street) wird verdeckt gegeben, so dass jeder Spieler vier offene und drei verdeckte (die erste, die zweite und die letzte) Karten hat. Nach einer letzten Einsatzrunde kommt es zum Showdown, wobei die aktiven Spieler alle ihre Karten zeigen; Gewinner ist der Spieler, dessen Karten fünf Karten enthalten, die das beste Pokerblatt ergeben.
Razz ist eine Lowball-Version von Seven Card Stud, wobei das beste Fünf-Karten-Pokerblatt den Pot gewinnt. Asse können niedrig gewertet werden, und Flushes und Straights zählen nicht, so dass das niedrigste Blatt 5-4-3-2-A ist. Die erste Einsatzrunde beginnt mit einem Zwangseinsatz durch den Spieler mit der niedrigsten offenen Karte; weitere Runden werden von dem Spieler mit dem jeweils niedrigsten Blatt begonnen.
Seven Card Stud wird oft auch High-Low gespielt. Die Vorgehensweise entspricht der beim Seven Card Stud, mit der Ausnahme, dass der Pot beim Showdown zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Fünf-Karten-Blatt geteilt wird. Ein Spieler kann mit verschiedenen Karten seines Gesamtblatts Blätter für High und Low bilden und so auch durchaus beide Teile des Pots gewinnen. Man kann sogar den ganzen Pot mit ein und denselben fünf Karten gewinnen, etwa wenn sie einen Straight oder Flush bildet, der für High zählt, jedoch nicht für Low. Oft gilt bei diesem Spiel die Regel, dass ein Fünf-Karten-Blatt keine Karte über der 8 enthalten darf, um die Low-Hälfte des Pots zu gewinnen – diese Version heißt auch Acht oder besser. Wenn niemand die Low-Hälfte gewinnt, gewinnt das High-Blatt den gesamten Pot.
Bei Shared Card- oder Community Card-Spielen werden einige Karten offen in die Mitte des Tisches gegeben, und jeder Spieler kann diese als Teil seines Blattes verwenden. Die bekannteste Variante dieser Art ist Texas Hold'em, das durch im Fernsehen übertragene Turniere am Ende des 20. Jahrhunderts und seinen Online-Erfolg am Beginn des 21. Jahrhunderts mittlerweile eine der beliebtesten Poker-Varianten überhaupt ist.
Beim Texas Hold'em beginnt der Pot zumeist mit Blind-Einsätzen – Pflichteinsätzen in einer bestimmten Höhe durch die Spieler links vom Sitz des Gebers. Normalerweise macht der Spieler direkt links vom Geber einen kleinen Blind, und der nächste Spieler links von diesem muss einen großen Blind setzen, den doppelten Betrag. Jeder Spieler erhält dann zwei verdeckte Karten, und der Spieler links von dem großen Blind beginnt die Einsatzrunde. Die Blind-Einsätze werden wie normale Einsätze behandelt, das heißt, die Spieler müssen mit dem großen Blind mitgehen und können den Einsatz erhöhen, in dem Sie einen höheren Betrag in den Pot legen. Wenn der Spieler mit dem großen Blind zum ersten Mal an der Reihe ist, kann dieser erhöhen, auch wenn die Einsätze der aktiven Spieler derzeit gleich sind und diese bislang nur mitgegangen sind.
Nach der ersten Einsatzrunde legt der Geber drei Karten offen auf den Tisch, worauf eine zweite Einsatzrunde folgt. Diese drei offenen Karten werden als Flop bezeichnet. Der Geber legt eine vierte offene Karte auf den Tisch, die Turn-Karte, und es folgt eine dritte Einsatzrunde, anschließend eine fünfte offene Karte, die River-Karte, gefolgt von der vierten und letzten Einsatzrunde. Alle Einsatzrunden, mit Ausnahme der ersten, werden vom ersten aktiven Spieler links vom Geber begonnen. Beim Showdown hat jeder Spieler sieben Karten, aus denen er das beste Fünf-Karten-Pokerblatt bilden kann: die zwei Anfangskarten des Spielers und die fünf aufgedeckten Tischkarten, die allen Spielern zur Verfügung stehen. Dies führt oft zu Split-Pots. Angenommen, die Karten auf dem Tisch sind 5-5-5-K-7, ein Spieler hat A-K, ein anderer hat K-3. Da nur fünf Karten verwendet werden können, haben diese Spieler beim Showdown Full Houses 5-5-5-K-K und der Pot geht zu gleichen Teilen an sie.
Omaha ist ein weiteres bekanntes Spiel mit gemeinsamen Karten. Nach den Blind-Einsätzen erhält jeder Spieler vier verdeckte Anfangskarten. Die Einsätze und das weitere Geben entsprechen dem Texas Hold'em: eine Einsatzrunde; ein Drei-Karten-Flop, offen; eine zweite Einsatzrunde; eine einzelne "Turn"-Karte, offen; eine dritte Einsatzrunde; eine einzelne "River"-Karte, offen; eine abschließende Einsatzrunde. Im Showdown muss jeder Spieler genau zwei Anfangskarten und genau drei der Karten auf dem Tisch verwenden, um sein bestes Fünf-Karten-Pokerblatt zu bilden.
Eine beliebte Variante ist Omaha Hi-Lo/8, die wie Omaha gespielt wird, nur dass der Pot zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Blatt beim Showdown geteilt wird. Spieler können für High und Low verschiedene Karten verwenden, jedoch müssen immer zwei aus der Hand und drei vom Tisch stammen. Beim Vergleich der niedrigen Blätter werden Asse niedrig gewertet, und Flushes zählen nicht. Um den niedrigen Teil des Pots gewinnen zu können, müssen alle Karten niedriger als 8 sein. Wenn kein Blatt dieses Kriterium erfüllt, gewinnt das hohe Blatt den gesamten Pot.
Anstatt immer nur eine Variante zu spielen, ziehen es viele Spieler vor, mehrere Varianten hintereinander zu spielen. Heim-Pokerspiele werden daher oft nach dem Dealer's Choice-Prinzip gespielt. Jeder Geber gibt vor der Abgabe der Grundeinsätze bekannt, welche Variante gespielt wird (nur für diese Hand). So kann jeder Spieler irgendwann seine Lieblingsversion spielen. Die meisten Gruppen haben ein bestimmtes Repertoire von Varianten, die sie regelmäßig spielen, die Ankündigung kann daher sehr kurz ausfallen. Oft sind auch andere Spiele erlaubt, die keine eigentlichen Poker-Varianten sind, zum Beispiel Guts, 7-27 oder Bourré.
Kasinos und Online-Spielräume bieten oft auch Spiele an, bei denen verschiedene Varianten fest aufeinander folgen. Ein beliebtes Beispiel ist H.O.R.S.E., wobei die fünf Varianten Texas Hold'em, Omaha Hi-Lo/8, Razz, Seven Card Stud und Seven Card Stud Hi-Lo Eight or Better nacheinander gespielt werden.
Kein Sammlung von Pokerregeln kann jede mögliche Unregelmäßigkeit abdecken. Die meisten versuchen, die am häufigsten auftretenden Probleme zu berücksichtigen und überlassen es dem Haus oder dem Geber, alle weiteren Probleme so fair wir möglich zu lösen, ohne das Spiel zu sehr zu unterbrechen. Es folgen einige allgemeine Prinzipien.
Eine "Handlung" ist ein Passen, ein Einsatz, eine Einsatzerhöhung oder ein Abwerfen durch einen Spieler. Wenn zwei oder mehr Spieler gehandelt haben, ist dies eine "signifikante Handlung". Sobald die ersten Karten gegeben wurden und eine signifikante Handlung stattgefunden hat, muss das Spiel fortgesetzt werden.
Bei Anwendung strenger Regeln zählt jeder Fehler beim anfänglichen Geben, wie etwa das Geben zu weniger oder zu vieler Karten an einen Spieler, das Geben eines zusätzlichen Blattes oder das Übergehen eines Spielers, der ein Blatt hätte erhalten müssen, dass Auslassen des Mischens oder Abhebens oder das Aufdecken von Karten, als falsches Geben, sofern dies angesprochen wird, bevor es zu einer signifikanten Aktion kommt. In diesem Fall werden die Karten abgeworfen, Mischen und Abheben werden wiederholt, und die Karten werden vom selben Geber erneut gegeben.
Bei einem informellen Spiel zu Hause können die Spieler übereinkommen, dass dies zu viel Zeit verschwendet. In diesem Fall kann das Geben so korrigiert werden, dass es für alle Spieler fair ist. So kann etwa ein Spieler, der eine Karte zu wenig hat, eine weitere Karte erhalten, ein Spieler, der eine Karte zu viel hat, kann seine Karten verdeckt ablegen und ein anderer entnimmt seinem Blatt eine Karte, die wieder eingemischt wird, und so weiter.
Bei manchen Privatspielen gibt ein Geber, der mehrfach (etwa zwei Mal) hintereinander einen Fehler beim Geben macht, das Recht zu geben an den nächsten Spieler weiter; eventuell muss er auch eine Strafe zahlen, etwa in Höhe des vorhandenen Pots.
Sobald eine signifikante Handlung stattgefunden hat, können die Karten nicht erneut gegeben werden. Die Spieler müssen sofort überprüfen, dass sie die korrekte Zahl von Karten erhalten haben. Ein Spieler, der beim Showdown nicht die richtige Zahl von Karten hat, kann den Pot nicht gewinnen.
Die Spieler sind nicht nur dafür verantwortlich zu prüfen, dass sie die richtige Anzahl von Karten erhalten haben, sondern auch sicherzustellen, dass ihre verdeckten Karten nicht von anderen Spielern eingesehen werden können und dass ihre Karten von gemeinsamen Tischkarten getrennt bleiben, besonders von den abgeworfenen Karten, dem "Muck". Die strenge Regel ist die, dass jedes Blatt, das den Muck berührt, "tot" ist und den Pot nicht mehr gewinnen kann. Dieses "Mucking" eines Blattes dadurch, dass man es in Berührung mit dem Stapel abgeworfener Karten bringt, gilt allgemein als Abwerfen.
Spieler dürfen Karten, die verdeckt sein sollen, nicht absichtlich offenlegen. Jede Karte, die einem anderen Spieler versehentlich gezeigt wird (ob vom Kartenstapel oder aus der Hand eines anderen Spielers) muss sofort allen Spielern gezeigt werden.
Spieler müssen sorgfältig darauf achten, dass sie ihre Handlung (passen, erhöhen, abwerfen usw.) nicht zeigen, bevor sie an der Reihe sind. Wenn ein Spieler dies versehentlich tut, muss er auch genau diese Handlung durchführen, wenn die Reihe an ihm ist.
Die Spieler dürfen einander keine Ratschläge geben, und Nicht-Spieler dürfen den Spielern in keiner Weise helfen. Jeder Spieler muss allein und ausschließlich in seinem eigenen Interesse spielen. Wenn eine Spielweise einem anderen Spieler hilft, gilt dies als unerlaubte Absprache. Dies gilt als eine Form des Betrugs, und bei einem offiziellen Spiel kann man deswegen ausgeschlossen werden.
Eine sehr detaillierte Auswahl von Regeln, von Richtlinien für den Umgang mit Unregelmäßigkeiten usw. finden Sie auf der Website von Bob Ciaffone. Er bietet umfassende Regeln für Kartenspielräume und für Heimspiele. Joe Smith hat eine webfreundliche Version dieser Regeln veröffentlicht.
Dan Kimberg, der Verfasser von Serious Poker, pflegt ein umfassendes Lexikon des Poker-Jargons.
Ein weiteres nützliches Lexikon finden Sie auf der Planet Poker-Website.