Hearts ist ein Stichspiel, bei dem die Spieler so weit wie möglich vermeiden, Stiche zu machen, die Herzkarten oder ganz besonders die Pik Dame enthalten. Das Spiel wurde Ende des neunzehnten Jahrhunderts bekannt und erfreut sich heutzutage in verschiedenen Varianten in vielen Ländern großer Beliebtheit. Diese Seite beschreibt zunächst die amerikanische Variante. Weitere Hinweise zu anderen Varianten finden sich am Ende dieser Website.
Diese Website basiert teilweise auf Informationen von John Hay, die er bei der Vorbereitung zu seinem geplanten Buch zusammenstellte. Vielen Dank an John Hay für die Genehmigung, diese Informationen hier zu verwenden.
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Hearts wird üblicherweise mit 4 Spielern gespielt. Die Regeln schreiben keine Partnerschaften vor, aber manchmal kann es im Interesse der Spieler sein, sich gegenseitig zu helfen.
Es wird ein Standardkartenspiel mit 52 Karten verwendet, wobei wie üblich bei jeder Farbe das Ass den höchsten und die Zwei den niedrigsten Wert hat. Es wird ohne Trumpffarbe gespielt.
Jede Herzkarte zählt einen Strafpunkt, und die Pik Dame zählt 13 Strafpunkte. Die anderen Karten zählen keine Strafpunkte.
Das Ziel des Spiels besteht darin, keine Punkte zu erzielen. Das Spiel endet, wenn ein Spieler 100 Punkte (oder mehr) erreicht und der Spieler mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl zu diesem Zeitpunkt gewinnt.
Das Austeilen und Spielen erfolgt im Uhrzeigersinn. Alle Karten werden einzeln ausgeteilt, bis jeder 13 Karten hat.
Beim ersten Blatt gibt jeder Spieler nach dem Austeilen drei beliebige Karten verdeckt an seinen linken Nebenspieler weiter. Beim Weitergeben müssen Sie zunächst auswählen, welche Karten Sie weitergeben möchten, und diese verdeckt auf den Tisch vor den Spieler legen, der sie erhalten soll ; erst dann dürfen Sie die Karten, die an Sie weitergegeben werden, aufnehmen, anschauen und in Ihr Blatt einsortieren.
Beim zweiten Blatt gibt jeder Spieler drei Karten an seinen rechten Nebenspieler auf dieselbe Weise weiter. Beim dritten Blatt gibt jeder Spieler drei Karten an den ihm gegenüber sitzenden Spieler weiter. Beim vierten Blatt werden keine Karten weitergegeben. Dieser Ablauf wiederholt sich dann, bis das Spiel zu Ende ist.
Der Spieler, der die Kreuz-Zwei auf der Hand hat, muss diese verwenden, um zum ersten Stich auszuspielen. Die anderen Spieler müssen im Uhrzeigersinn nach Möglichkeit eine Karte der angesagten Farbe spielen. Wenn sie keine Karte der geforderten Farbe haben, können sie eine beliebige Karte ausspielen. Der Spieler, der die höchste Karte der angesagten Farbe ausspielt hat, gewinnt den Stich und spielt zum nächsten Stich aus.
Herz darf erst ausgespielt werden, wenn eine Herzkarte in einem vorherigen Stich gespielt wurde, es sei denn, Ihr Blatt enthält ausschließlich Herzkarten. Wenn ein Spieler eine Herzkarte abwirft, wodurch das Herz nachfolgend ausgespielt werden kann, nennt man dies Herzen brechen. Im Allgemeinen wird das Abwerfen einer Strafkarte bei einem Stich als Anmalen des Stichs bezeichnet.
Ein Spieler, dessen Blatt ausschließlich aus Herzkarten besteht, kann jederzeit Herzen ausspielen und dabei "Herzen brechen", selbst wenn zuvor noch kein Herz ausgespielt worden ist.
Die Spieler dürfen jederzeit einen Stich mit Pik einleiten, mit Ausnahme des ersten Stichs. Es ist sogar eine übliche Taktik, niedrige Pik-Karten auszuspielen, damit die Pik-Dame gespielt wird. Dies wird manchmal auch als smoking out (Ausräuchern) der Dame bezeichnet.
Normalerweise erhält jeder Spieler Strafpunkte für Karten in den von ihm gewonnenen Stichen. Jede Herzkarte zählt einen Strafpunkt, und die Pik-Dame zählt 13 Strafpunkte. Wenn es einem Spieler jedoch gelingt, alle Karten, die Strafpunkte zählen, zu gewinnen (was als Slam oder als shooting the moon (den Mond abschießen)) bezeichnet wird, so wird dessen Gesamtpunktzahl um 26 Punkte verringert, oder er kann die Option wählen, dass stattdessen 26 Punkte zur Gesamtpunktzahl jedes anderen Spielers addiert werden.
Das Spiel dauert so lange, bis ein Spieler am Ende eines Blatts 100 Punkte oder mehr erreicht hat. Der Spieler mit der niedrigsten Punktzahl gewinnt.
Manchmal wird so gespielt, dass an jeden Spieler nur 12 Karten ausgeteilt werden. Während des Austeilens werden vier Karten verdeckt in einen Stock gegeben, der dann den Stichen des Spielers, der als erster eine Strafkarte in einem Stich aufnimmt, hinzugefügt wird. Ein Stock kann auch verwendet werden, um eine ungerade Anzahl an ausgeteilten Karten zu vermeiden, wenn mehr oder weniger als vier Spieler mitspielen.
Beim Weitergeben können verschiedene Abläufe angewendet werden, wie zum Beispiel:
Manchmal wird auch so gespielt, dass Herzkarten jederzeit ausgespielt werden dürfen. Ursprünglich war das auch die Regel, aber in den USA wird heutzutage fast immer nach der Regel gespielt, dass Herz erst dann ausspielen darf, wenn bereits Herzen gebrochen wurden.
Die ursprüngliche Regel lautete, dass der Spieler zur Linken des Gebers immer zum ersten Stich ausspielt (anstatt des Spielers, der die Kreuz-2 auf der Hand hat) und dabei jede beliebige Karte ausspielen darf. Zum Teil wird auch heute noch so gespielt. Wenn Sie jedoch nach der heute üblichen Einschränkung bezüglich des Ausspielens der Herzkarten spielen, kann die erste ausgespielte Karte jede Karte außer einer Herzkarte sein.
Manchmal wird auch so gespielt, dass es regelwidrig ist, beim ersten Stich eine Karte zu spielen, die Strafpunkte zählt, es sein denn, Sie haben nur Karten, die Strafpunkte zählen, in Ihrem Blatt.
Manchmal wird auch so gespielt, dass die Pik-Dame Herzen bricht. Das heißt, dass nachdem die Pik-Dame oder irgendeine Herzkarte gefallen ist, jederzeit Herz ausgespielt werden darf.
Wenn noch keine Herzkarte gefallen ist und ein Spieler ausspielen muss, jedoch nur Herzkarten und die Pik-Dame hat, ist es vielerorts regelgerecht, dass Herz ausgespielt wird, anstatt den Spieler zu zwingen, die Pik-Dame auszuspielen.
Manche Spieler bestehen darauf, dass die Pik-Dame gespielt werden muss, sobald dies gefahrlos möglich ist. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie die angespielte Farbe nicht bedienen können oder wenn bei einem Pik-Stich das Pik-Ass oder der Pik-König bereits gespielt wurden.
Bei einigen Varianten gilt der Karo-Bube (oder manchmal auch die Karo-Zehn) als Bonuskarte, die minus 10 Punkte für den Spieler zählt, der sie in einem Stich aufnimmt. Wenn diese Variante der Punktwertung gespielt wird, bezeichnet man das Spiel als Omnibus Hearts. Um den Mond abzuschießen, müssen Sie alle Herzkarten und die
-D haben, und Sie können dann wie üblich entscheiden, ob 26 Punkte von Ihrem Punktestand abgezogen oder bei jedem anderen Spieler 26 Punkte hinzugefügt werden sollen. Darüber hinaus werden 10 Punkte vom Punktestand des Spielers abgezogen, der den Karo-Buben aufgenommen hat (dies kann derselbe Spieler sein, der den Mond abgeschossen hat).
Die Sonne abschießen bedeutet, dass man alle Stiche bekommt (im Gegensatz dazu, alle Punkte zu bekommen). Meistens wird dies mit 52 Punkten bewertet, wobei die Punktwertung wie beim Abschießen des Mondes erfolgt.
Es gibt einige Varianten, wie die Punktwertung beim Abschießen des Mondes erfolgen kann. Es gibt folgende Möglichkeiten:
Für manche Spieler kann das Erreichen eines gewissen Punktestands besondere Auswirkungen haben. Wenn zum Beispiel Ihr Punktestand am Ende eines Blatts genau 100 Punkte beträgt, werden 50 Punkte abgezogen (oder der Punktestand wird auf Null zurückgesetzt).
Wenn ein Spieler 100 Punkte oder mehr erreicht und es bei einem niedrigeren Punktestand einen Gleichstand gibt, können zusätzliche Runden gespielt werden, bis es einen eindeutigen Sieger gibt.
Es gibt zwei Varianten, wie vier Spieler Hearts in festen Partnerschaften spielen können, wobei die Partner einander gegenübersitzen.
Das Spiel kann entweder mit drei oder fünf Spielern gespielt werden. Die Tatsache, dass die Karten nicht in gleicher Anzahl an die Spieler ausgeteilt werden können, kann folgendermaßen umgangen werden:
Wenn mit 3 Spielern gespielt wird, kann das Weitergeben nach folgenden Mustern erfolgen:
Wenn mit 5 Spielern gespielt wird, kann das Weitergeben nach folgenden Mustern erfolgen:
Zwei Spieler können Huse Hearts for Two (Huse Hearts für zwei) spielen, eine interessante Variante, bei der mit einem blinden Blatt gespielt wird.
Turbo Hearts wurde in den 1980er Jahren von Richard Garfield an der Universität von Pennsylvania eingeführt. Es handelt sich dabei um eine amerikanische Variante des chinesischen Spiels Gong Zhu (Fang das Schwein).
Richard Garfield empfiehlt die folgende Variante, die um 1990 herum eingeführt wurde. "Booster Nines" wird folgendermaßen gespielt: Wenn eine Neun zu einem Stich ausgespielt oder gespielt wird, um eine Farbe zu bedienen, gibt es einen so genannten Boost: Es wird eine weitere Runde in der selben Farbe gespielt, d. h. jeder Spieler legt der Reihe nach eine weitere Karte ab. Die Farbe der ersten der acht gespielten Karten ist die angesagte Farbe, und die höchste Karte dieser Farbe gewinnt den acht Karten enthaltenden Stich. Wenn eine Neun abgeworfen wird (bei einer anderen angesagten Farbe gespielt wird) oder beim letzten Stich gespielt wird, gibt es keinen "Boost" - der Stich besteht dann wie üblich aus lediglich vier Karten.
Bei dieser Variante ist es etwas leichter, den Mond abzuschießen, da Sie einen "Verlierer" auf Ihre eigene gute Neun werfen können (oder eine von einem Gegner gespielte).
Diese Variante von Hearts eignet sich für 6 bis 10 Spieler, wobei zwei Standardkartenspiele aus je 52 Karten zusammengemischt werden. Die Karten werden ausgeteilt, bis keine mehr übrig sind, bzw. wenn noch Karten übrig sind, werden diese als Stock verdeckt auf den Tisch gelegt, der dann vom Gewinner des ersten Stichs aufgenommen wird. Der Spieler links neben dem Geber beginnt und kann jede beliebige Farbe und Karte ausspielen.
Wenn zwei identische Karten in einem Stich gespielt werden, dann heben sie sich gegenseitig auf, und keine kann den Stich gewinnen (aber sie bringen trotzdem Strafpunkte ein, wenn es sich um Strafpunkte zählende Karten handelt). Der Stich wird von der höchsten Karte der angesagten Farbe, die nicht doppelt vorkommt, gewonnen. Wenn alle in der angesagten Farbe gespielten Karten Paare sind, die sich gegenseitig aufheben, bleibt der Stich auf dem Tisch, der gleiche Spieler spielt noch einmal aus, und der Spieler, der diesen nächsten Stich gewinnt, bekommt die Karten. Wenn es beim letzten Stich keinen Gewinner gibt, bekommt der Gewinner des vorherigen Stichs die Karten.
Hierbei handelt es sich um eine Variante, bei der der Strafwert der Herzkarten ihrem Zahlwert entspricht. Das heißt, die Zwei zählt 2 Strafpunkte, die Drei 3, die Vier 4 usw. Der Herz-Bube zählt 11 Strafpunkte, die Herz-Dame 12, der Herz-König 13, das Herz-Ass 14 und die Pik-Dame 25.
Alternativ wird manchmal auch so gespielt, dass die Karten von 2-10 ihren Nennwert zählen, alle Herz-Bildkarten 10 Strafpunkte zählen, das Herz-Ass 15 und die Pik-Dame 25.
Wenn "Spot Hearts" gespielt wird, sind die Punktzahlen höher, so dass man eine höhere Gesamtpunktzahl, z. B. 500, festlegen muss.
Hierbei handelt es sich um die britische Variante von Hearts, die manchmal auch Dirty Lady oder Slippery Bitch genannt wird.
Hinweis: Es gibt auch ein finnisches Spiel, das Black Maria heißt (Mustamaija auf Finnisch, Svarta Maija auf Schwedisch), bei dem es sich jedoch um ein vollkommen anderes Spiel handelt. Eine Beschreibung dieses Spiels finden Sie auf der Mustamaija-Seite.
Bei Black Maria gibt es normalerweise 3 Spieler; die Kreuz-2 wird aus dem Kartenspiel entfernt, und jeder Spieler bekommt 17 Karten. Black Maria kann auch zu viert gespielt werden. In diesem Fall werden alle Karten ausgeteilt.
Die Karten werden immer in dieselbe Richtung weitergegeben - in den meisten Büchern steht, dass drei Karten nach rechts weitergegeben werden sollen, aber manchmal wird auch so gespielt, dass drei nach links weitergegeben werden.
Der Spieler links neben dem Geber beginnt und kann jede beliebige Farbe und Karte ausspielen. Es gibt keine Beschränkung bezüglich des Ausspielens von Herzkarten.
Es gibt verschiedene alternative Wertungssysteme:
Shiva Ctylyctyc beschreibt eine Variante von Hearts, die aus Florida kommt.
Heutzutage gibt es einige taktische Feinheiten, wie zum Beispiel:
Nachfolgend finden Sie einige andere Websites, auf denen die Regeln von Hearts und den zugehörigen Varianten erklärt werden:
Grandprix Card Tournaments organisiert die World Series of Spades, Hearts, Euchre, Bid Whist and Double Deck Pinochle.
Ein ausgezeichneter Leitfaden zur Strategie von Hearts findet sich in Joe Andrews' Buch Win at Hearts, das 1998 in einer neuen und erweiterten Auflage erschien. Hier erfahren Sie alles über Techniken beim Weitergeben, das Verwalten von Pik- und Herz-Karten, wie man "Slams" spielen und sich dagegen verteidigen kann, Vermeidungsspiele und fortgeschrittene Ausscheidungsspiele. Sie können "Win At Hearts" bei amazon.com bestellen |
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Nachfolgend haben wir einige Hearts-Computerprogramme aufgelistet:
Hier finden Sie einige Websites, auf denen Sie online gegen echte Gegner Hearts spielen können:
Hearts kann per E-Mail auf Richard's Play-By-eMail Server gespielt werden.
World Winner bietet Hearts- und andere Turniere mit mehreren Spielern an, die um Geldpreise gespielt werden können.
Megadollar Games bietet Online-Hearts-Turniere für zwei Spieler um Geldpreise an.