Rommé 500

Diese Beschreibung basiert zum Teil auf einem Beitrag von Kris Huston

Einführung

Bei dieser Version von Rommé bekommt man Punkte für angesagte Karten, und es werden Punkte für nicht angesagte Karten, die der Spieler noch auf der Hand hat, wenn ein anderer Spieler alle Karten auslegt, abgezogen. Der Spieler, der als erster 500 oder mehr Punkte in einer oder mehreren Runden erreicht, gewinnt das Spiel. Bei diesem Spiel gilt die Einschränkung, nur die oberste Karte vom Ablagestapel nehmen zu dürfen, nicht - es kann mehr als eine Karte aufgenommen werden, um eine weiter unten im Stapel befindliche Karte zu erreichen, die zum Kombinieren verwendet werden kann.

In Büchern wird dieses Spiel meist als Rommé 500 bezeichnet, manchmal auch als Binokel Rommé (vermutlich weil die zu erreichende Summe von 500 Punkten die gleiche ist wie bei einigen Versionen von Binokel), aber im Alltag ist das Spiel eher unter dem Namen 500 Rommé oder Rommé 500bekannt. Manche Spieler nennen es auch Gin Rommé (was jedoch verwirrend ist, da dies auch der Name eines anderen Spiels ist), und viele Leute nennen es einfach Rommé.

Spieler und Karten

Rommé 500 wird mit einem Standardkartenspiel mit 52 Karten plus 2 Jokern, also insgesamt 54 Karten, gespielt. Das Spiel ist für 2 bis etwa 8 Spieler geeignet. Bei 5 oder mehr Spielern sollten 2 Kartenspiele (108 Karten) zusammen verwendet werden.

Die Karten haben die folgenden Punktwerte:

2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 --- Nennwert (2 für eine zwei, 3 für eine drei usw.)
Bube, Dame, König --- je 10 Punkte
Ass, Joker --- je 15 Punkte

Ausnahme: Ein Ass, das mit der 2 und der 3 derselben Farbe als Teil einer Folgenkombination (siehe unten) kombiniert wird, zählt 1 Punkt anstatt 15.

Das Melden

Wie beim grundlegenden Rommé handelt es sich bei einer Auslage um eine Zusammenstellung aus Karten auf Ihrer Hand, die Sie offen auf den Tisch legen, wo sie liegen bleiben, bis das Blatt zu Ende gespielt wurde. Es gibt zwei Arten von Meldungen, die ausgelegt werden können:

  1. Ein Satz besteht aus drei oder vier Karten desselben Werts, wie zum Beispiel HerzB KreuzB KaroB. Wenn mit mehr als einem Kartenspiel gespielt wird, müssen die Karten eines Satzes alle unterschiedliche Farben haben. Pik-6 Pik-6 Herz-6 ist kein gültiger Satz.
  2. Eine Folge besteht aus drei oder mehr aufeinanderfolgenden Karten derselben Farbe, wie zum Beispiel Herz-5 Herz-6 Herz-7. Ein Ass kann eins oder fünfzehn zählen, jedoch nicht beides gleichzeitig. Somit sind Karo-A Karo-2 Karo-3 Karo-4 und Kreuz-D Kreuz-K Kreuz-A beides gültige Folgen, aber Pik-K Pik-A Pik-2 ist keine gültige Folge.

Spieler können sowohl komplette Meldungen auslegen als auch Karten zu bereits auf dem Tisch liegenden Meldungen hinzufügen. Dies wird als Anlegen bezeichnet. Die vierte Karte desselben Werts kann zu einem Satz aus drei Karten hinzugefügt werden, oder eine weitere fortlaufende Karte derselben Farbe kann an eine Folge oben oder unten angelegt werden. Wenn zum Beispiel Herz-5 Herz-6 Herz-7 bereits auf dem Tisch liegt, kann der Spieler, der an der Reihe ist, die Herz-4 oder Herz-8 oder beide anlegen.

Manchmal gibt es beim Anlegen mehrere Meldungen, an die angelegt werden kann. In diesem Fall muss der Spieler, der anlegt, sich entscheiden, welche Meldung er erweitert. Wenn zum Beispiel eine Folge Kreuz-7 Kreuz-8 Kreuz-9 und ein Satz Karo-10 Herz-10 Pik-10 auf dem Tisch liegen und Sie eine Kreuz-10 auf der Hand haben, können Sie sich aussuchen, ob Sie Ihre Kreuz-10 an die Folge oder an den Satz anlegen, aber sobald die Karte gespielt wurde, kann sie nicht mehr woanders angelegt werden.

Beispiel: A hat Herz-5-Herz-6-Herz-7 abgelegt, B hat Kreuz-9-Pik-9-Karo-9 abgelegt. B kann die Herz-8 an As Folge anlegen. C kann nun die Herz-9 anlegen und muss ansagen, ob sie an die Herz-Folge angelegt wird oder an Bs Satz aus Neunern. Wenn C die Herz-9 an die Herz-Folge anlegt, kann D die Folge dann noch erweitern, indem er die Herz-10 anlegt. Wenn C angesagt hätte, dass er die Herz-9 an den Satz aus Neunern anlegt, dann wäre es natürlich nicht möglich, die Herz-10 an die Folge anzulegen, da diese nun nur aus 5-6-7-8 bestünde.

Joker sind Wild Cards und können den Platz jeder beliebigen Karte in einer Meldung einnehmen, selbst den eines Duplikats einer Karte, die bereits von demselben oder einem anderen Spieler ausgelegt wurde. Wenn ein Spieler einen Joker auslegt, muss er ansagen, für welchen Wert der Joker steht, und dieser Wert kann nachträglich nicht geändert werden. Wenn Sie zum Beispiel Kreuz-6 Kreuz-7 Joker als Folge ansagen und die Karten in dieser Zusammenstellung auslegen, dann legen Sie fest, dass der Joker für die Kreuz-8 steht. Danach kann ein anderer Spieler die Kreuz-5 oder Kreuz-9 an diese Folge anlegen, aber er darf den Joker nicht in eine Kreuz-5 umwandeln, um eine Kreuz-4 anlegen zu können.

Wenn Sie die Karo-9 mit zwei Jokern melden würden, müssten Sie festlegen, ob diese Meldung einen Satz von Neunern oder eine Folge darstellen soll. Wenn die Auslage eine Folge darstellen soll, müssten Sie wählen, ob die Folge für 7-8-9, 8-9-10 oder 9-10-B steht. Wenn die Auslage jedoch einen Satz darstellen soll, müssen Sie nicht festlegen, für welche Farben die Joker stehen. Jeder Spieler könnte nachfolgend eine andere Neun anlegen, um den Satz von vier Neunern zu vervollständigen.

Beachten Sie jedoch, dass ein Joker immer für eine bestimmte Karte stehen muss. Es ist also nicht möglich, einen Satz von (beispielsweise) vier Königen mit einem Joker zu auszulegen, da es keinen fünften König gibt, für den der Joker stehen könnte. Selbst wenn Sie mit zwei Kartenspielen spielen, gilt die Regel, dass die Karten eines Satzes alle verschiedene Farben haben müssen - einen fünften König in die Auslage aufzunehmen, ist also nicht regelgerecht.

Das Austeilen

Bei mehr als zwei Spielern teilt der Geber die Karten im Uhrzeigersinn einzeln aus, beginnend mit dem Spieler zu seiner Linken, bis jeder sieben Karten hat. Bei zwei Spielern teilt der Geber jedem Spieler dreizehn Karten aus. Die restlichen Karten bilden den Nachziehstapel; er wird verdeckt auf den Tisch gelegt, so dass jeder Spieler ihn erreichen kann. Die oberste Karte vom Nachziehstapel wird umgedreht und offen daneben gelegt. Dies ist die erste Karte des Ablagestapels. Die Spieler sehen sich ihre Karten an und können die Karten auf ihrer Hand nach Farben oder Zahlen sortieren.

Das Spiel

Der Spieler links vom Geber beginnt. Die Spieler kommen im Uhrzeigersinn nacheinander zum Zug. Am Zug zu sein, besteht aus drei Teilen:

1. Nachziehen

Sie müssen entweder die oberste Karte vom Nachziehstapel aufnehmen, ohne sie den anderen Spielern zu zeigen, oder eine oder mehrere Karten vom Ablagestapel aufnehmen. Es ist immer regelgerecht, die oberste Karte vom Nachzieh- oder Ablagestapel aufzunehmen (aber lesen Sie auch die unten aufgeführten Varianten). Unter den folgenden Bedingungen dürfen Sie auch eine Karte vom Ablagestapel aufnehmen, die weiter unten liegt:

  1. Sie spielen die Karte sofort - entweder durch Auslegen einer neuen Zusammenstellung oder indem Sie sie an eine bestehende Meldung anlegen, und
  2. Sie nehmen auch alle Karten oberhalb (d. h. die seitdem abgelegt wurden) der Karte, die Sie melden wollen.
2. Melden
Wenn Sie möchten, können Sie alle gültigen Meldungen Ihres Blattes ansagen, indem Sie die entsprechenden Karten offen vor sich auf den Tisch legen. Sie können auch Karten an Ihre eigenen bestehenden Auslagen oder die von anderen Spielern anlegen. Da alle ausgelegten Karten dem Spieler Punkte bringen, der sie ausgelegt hat, legen Sie eine Karte, die Sie an die Auslage eines anderen Spielers anlegen wollen, vor sich auf den Tisch und nicht an die bestehende Auslage an.
3. Ablegen
Falls sie es geschafft haben, alle Karten Ihres Blattes auszulegen , ist das Spiel zu Ende (siehe unten), falls nicht, müssen Sie eine Karte Ihres Blattes offen auf den Ablagestapel legen. Wenn Sie nur die oberste Karte vom Ablagestapel gezogen haben, müssen Sie eine andere Karte ablegen. Wenn Sie jedoch mehr als eine Karte vom Ablagestapel gezogen haben, dann können Sie nach dem Melden die Karte, die zuvor als oberste auf dem Stapel lag, wieder ablegen. Die Karten auf dem Ablagestapel liegen nicht deckend aufeinander, so dass alle zuvor abgelegten Karten erkennbar sind.

Das Spiel dauert so lange, bis:

  1. ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat. Dies geschieht entweder, wenn ein Spieler alle seine Karten oder alle Karten bis auf eine auslegt hatund diese dann auf den Ablagestapel legt.
  2. Im Nachziehstapel keine Karten mehr sind und der Spieler, der an der Reihe ist, keine Karte vom Ablagestapel aufnehmen möchte.
Sobald eine dieser Bedingungen eintritt, ist das Spiel beendet, und es wird ausgewertet, wie viel die Spieler noch auf der Hand haben.

Aufnehmen vom Ablagestapel

Taktisch ist es wichtig, dass Spieler verstehen, wie sie den Ablagestapel zu ihrem Vorteil nutzen können. Angenommen, der Ablagestapel sieht folgendermaßen aus:

Pik-6 Kreuz-4 Pik-Dame Karo-Ass Pik-4 Herz-7

Sie haben folgende Karten auf der Hand: Herz-2 Karo-4 Herz-5 Kreuz-8 Kreuz-B Kreuz-K Karo-K

Sie wollen die Kreuz-4 und die Pik-4 vom Ablagestapel aufnehmen, um sie mit Ihrer Karo-4 zu einem Satz auszulegen. Um diese Karten zu erhalten, müssen Sie alle Karten von der Kreuz-4 an aufnehmen, und nur die Pik-6 verbleibt im Ablagestapel. Dann können Sie die Kreuz-4 Pik-4 Karo-4 miteinander melden und haben dann noch folgende Karten auf der Hand: Herz-2 Herz-5 Herz-7 Kreuz-8 Kreuz-B Pik-D Kreuz-K Karo-K Karo-A. Sie legen eine Karte, die Sie nicht brauchen, auf den Ablagestapel, wie zum Beispiel die Herz-2, und der Ablagestapel sieht folgendermaßen aus:

Pik-6 Herz-2

Wenn Sie nur die Herz-7 aufgenommen hätten, wäre es erlaubt gewesen, diese in der Hand zu behalten und nicht auszulegen. Da Sie jedoch die Karten von der Kreuz-4 an aufgenommen haben, müssen Sie die Kreuz-4 melden.

"Rommé rufen!"

Wenn ein Spieler eine Karte ablegt, die anlegbar gewesen wäre, oder wenn er den Ablagestapel so hinterlässt, dass dieser Karten enthält, die ohne weitere Karten von einem der Spieler ausgelegbar sind, dann kann, bevor der nächste Spieler eine Karte zieht, außer dem Spieler, der gerade eine Karte abgelegt hat, jeder Spieler "Rommé!" rufen und alle Karten vom Ablagestapel bis zur entsprechenden Karte aufnehmen. Dieser Spieler beendet dann seinen Spielzug, indem er diese Karte und jegliche anderen gewünschten Karten auslegt und eine Karte auf den Ablagestapel legt. Dann ist der Spieler links von dem Spieler, der "Rommé!" gerufen hat, am Zug, und die anderen Spieler kommen danach im Uhrzeigersinn an die Reihe.

Wenn zum Beispiel eine Kreuz-7 Kreuz-8 Kreuz-9 auf dem Tisch liegt und jemand eine Kreuz-6 oder Kreuz-10 ablegt, kann jeder Spieler außer dem Spieler, der abgelegt hat, "Rommé!" rufen, die Karte aufnehmen und melden.

Ein weiteres Beispiel: Angenommen, der Ablagestapel sieht folgendermaßen aus:

Kreuz-5 Herz-Ass Pik-König Herz-3 Pik-Dame Karo-4 Pik-9

und ein Spieler legt einen Pik-B ab, ohne den Pik-K und die Pik-D im Ablagestapel zu bemerken. Jeder Spieler, der den Fehler bemerkt, mit Ausnahme des Spielers, der abgelegt hat, kann "Rommé!" rufen und alle abgelegten Karten vom Pik-K an aufnehmen.

Ein drittes Beispiel: Angenommen, der Ablagestapel sieht aus wie oben beschrieben, und Sie haben unter anderem eine Herz-5 und eine Herz-6 auf der Hand. Sie sind an der Reihe und ziehen eine Herz-4 vom Stapel verdeckter Karten. Wenn Sie Ihre Herz-4-Herz-5-Herz-6 nun melden, kann jeder andere Spieler "Rommé!" rufen und die obersten vier Karten vom Ablagestapel nehmen, um die Herz-3 an Ihre Auslage anzulegen. Denken Sie daran, dass Sie selbst in diesem Fall (unmittelbar nachdem Sie selbst an der Reihe waren) nicht "Rommé!" rufen dürfen - Sie müssen warten, bis der nächste Spieler an der Reihe war, und könnten dann "Rommé!" rufen, sofern in der Zwischenzeit kein anderer Spieler die Herz-3 vom Stapel genommen hat, was jedoch höchst unwahrscheinlich ist. Deshalb würden Sie normalerweise Ihre Herz-4-Herz-5-Herz-6 noch nicht melden, sondern würden warten, bis Sie wieder an der Reihe sind, denn dann könnten Sie sie verwenden, um die Herz-3 aufzunehmen, wenn sie noch da ist.

Denken Sie daran, dass es nicht möglich ist, "Rommé!" zu rufen, nachdem das Spiel beendet ist. Wenn ein Spieler alle seine Karten auslegt oder seine letzte Karte auf den Ablagestapel legt, ist das Spiel sofort beendet, und die Punkte werden berechnet. Wenn ein Spieler das Spiel beendet, dann darf er den Ablagestapel so belassen, dass einige Karten darin noch kombiniert werden könnten, doch die anderen Spieler können diese Karten nun nicht mehr beanspruchen, da das Spiel endet, sobald ein Spieler alle Karten, die er auf der Hand hat, abgelegt hat.

Abrechnung

Wenn ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat oder keine Karten mehr im Stapel verdeckter Karten sind, wenn jemand eine Karte ziehen möchte, dann ist das Spiel zu Ende. Alle Spieler zählen den gesamten Wert der Karten, die sie kombiniert haben, und ziehen davon den Wert der Karten, die sie noch auf der Hand haben, ab. Das Ergebnis jedes Spielers wird zu dessen Gesamtpunktzahl addiert.

Denken Sie daran, dass, sobald das Spiel ist beendet ist, keine weiteren Karten mehr ausgelegt werden können. Jegliche Karten, die die Spieler noch auf der Hand haben, müssen abgezogen werden, selbst wenn diese noch hätten ausgelegt werden können.

Wenn die Summe der Karten, die Sie noch auf der Hand haben, größer ist als die Summe der Karten, die Sie haben haben, dann ist Ihre Punktzahl für dieses Blatt negativ. Ihre Gesamtpunktzahl kann ebenfalls negativ sein, wenn Sie zum Beispiel beim ersten Blatt eine negative Punktzahl erzielen.

Es werden so lange weitere Runden gespielt, bis ein Spieler eine Punktzahl von mindestens 500 erreicht. Dann endet das Spiel, und der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt. Falls es einen Gleichstand gibt, werden weitere Runden gespielt, bis es nur einen Sieger gibt.

Varianten

Ohne Joker-spielen

Rommé 500 kann ohne Joker gespielt werden (was ursprünglich auch der Fall war).

Kartenwerte 5/10/15

Bei einigen Varianten zählen die Zahlenkarten 2 bis 9 jeweils 5 Punkte. Die Zehner und die Bildkarten B, D, K zählen jeweils 10 und die Joker zählen 15 Punkte. Das Ass zählt 5 Punkte anstatt 15, wenn es als niedrige Karte in einer Folge verwendet wird, wie zum Beispiel A-2-3.

Eine Karte, die vom Ablagestapel aufgenommen wird, muss immer immer ausgelegt werden

In den meisten Büchern über Kartenspiele gibt es die Regel, dass man melden muss, um vom Ablagestapel aufnehmen zu dürfen. Sie nehmen eine Karte, die Sie für Ihre Auslage brauchen, auf und auch alle Karten oberhalb der Karte, die Sie melden. Diese Regel gilt auch dann, wenn Sie nur die oberste Karte vom Ablagestapel aufnehmen - in diesem Fall müssen Sie diese oberste Karte melden. Wenn Sie nicht melden, müssen Sie eine Karte vom Nachziehstapel ziehen.

Bei manchen Varianten gilt folgende Regel: Wenn Sie Karten vom Ablagestapel aufnehmen, muss die unterste Karte, die Sie aufnehmen, in einer neuen Auslage aus drei oder mehr Karten verwendet werden - es genügt nicht, die Karte an eine bestehende Auslage anlegen zu können.

Rommé rufen

In manchen Varianten ist es nur dann erlaubt, "Rommé" zu rufen, wenn die letzte abgelegte Karte an eine Auslage auf dem Tisch angelegt werden kann. In diesem Fall nimmt der Spieler, der Rommé ruft, die Karte und legt sie ab, wodurch er Punkte damit erzielt, und dann geht das Spiel mit dem Spieler weiter, der an der Reihe war. Bei dieser Variante darf man nicht "mitten im Stapel" Rommé rufen, wenn eine Karte weiter unten im Ablagestapel abgelegt werden kann.

Manchmal ist es überhaupt nicht erlaubt, Rommé zu rufen. In den meisten Büchern über Kartenspiele wird die Möglichkeit, Rommé zu rufen, nicht erwähnt.

Ablegen auf Ablagestapel beim Melden aller Karten erforderlich

Bei vielen Varianten muss der Spieler, der alle Karten auslegt, eine Karte auf der Hand behalten, so dass er diese Karte am Ende seines Spielzugs auf den Ablagestapel legen kann. Bei dieser Variante des Spiels dürfen Sie nicht alle Ihre Karten melden, da Sie sonst keine Karte mehr auf den Ablagestapel legen können.

Schweben

Eine weitere Variante des oben Beschriebenen heißt Schweben. Bei dieser Variante dürfen Sie alle Ihre Karten melden, aber da Sie keine Karte auf den Ablagestapel legen dürfen, endet das Spiel nicht, sondern geht für die anderen Spieler am Tisch weiter, während Sie "schweben". Wenn Sie wieder an der Reihe sind (vorausgesetzt, dass keiner der anderen Spieler alle Karten ausgelegt hat), können Sie:

  1. eine Karte vom Nachziehstapel ziehen und diese auf den Ablagestapel legen, wodurch das Spiel beendet wird, oder
  2. mehrere Karten vom Ablagestapel aufnehmen und alle auslgen, bis auf eine, die Sie auf den Ablagestapel legen, wodurch das Spiel beendet wird, oder
  3. die Karte, die Sie vom Nachziehstapel ziehen, oder alle Karten, die Sie vom Ablagestapel aufnehmen, melden und eine weiterer Runde schweben, oder
  4. Karten vom Ablagestapel aufnehmen, einige davon melden, eine auf den Ablagestapel legen und noch eine letzte Karte auf der Hand

Nicht spielbare Karte für Ablagestapel beim Melden aller Karten erforderlich

Eine weitere Variante der oben genannten Ideen besteht darin, dass es einem Spieler nicht erlaubt ist, alle Karten auszulegen, wenn er dazu eine Karte auf den Ablagestapel legt, die hätte ausgelegt werden können. Wenn Ihre letzte Karte bei dieser Variante spielbar ist, dann müssen Sie diese, anstatt sie auf den Ablagestapel zu legen und alle Karten loszuwerden, melden und zu einem Schwebenden werden. Bei dieser Variante gilt: Wenn Sie das nächste Mal an der Reihe sind und dabei eine Karte vom Stapel verdeckter Karten ziehen und diese spielbar ist, müssen Sie diese Karte melden und für eine weitere Runde ein Schwebender bleiben. Um alle Karten melden zu können, müssen Sie eine nicht spielbare Karte zum Ablegen auf dem Ablagestapel haben. Da es nicht regelgerecht ist, nur die oberste Karte vom Ablagestapel aufzunehmen und diese sofort wieder abzulegen, ist es für einen Schwebenden nicht möglich, alle Karten auszulegen, indem er die abgelegte Karte des vorigen Spielers verwendet, selbst wenn nach der Regel gespielt wird, dass es normalerweise regelgerecht ist, die oberste Karte des Ablagestapels aufzunehmen, ohne sie zu auszulegen.

Wenn Sie versuchen, alle Karten auszulegen, indem Sie eine spielbare Karte auf den Ablagestapel legen, kann ein Spieler, der das merkt, Sie dazu zwingen, dass Sie die auf den Ablagestapel gelegte Karte wieder aufnehmen und melden. In einer alternativen Variante wird so gespielt, dass jeder andere Spieler "Rommé!" rufen und die von Ihnen auf den Ablagestapel gelegte Karte melden kann. In diesem Fall werden Sie zu einem "Schwebenden"; es wäre also besser für Sie gewesen, wenn Sie die Karte selbst ausgelegt hätten.

Zum Gewinnen müssen alle Karten ausgelegt werden

Bei einer Variante wird so gespielt, dass Sie, um das Spiel zu gewinnen, alle Karten melden müssen (also die Person sind, die das Spiel beendet, indem Sie alle Ihre Karten loswerden), und Sie müssen eine Gesamtpunktzahl von mindestens 500 erreichen. Wenn ein anderer Spieler alle seine Karten auslegt, können Sie nicht gewinnen, selbst wenn Ihre Gesamtpunktzahl 500 oder mehr beträgt. Wenn der Spieler, der alle Karten ausgelegt hat, 500 oder mehr Punkte erzielt hat, gewinnt er; falls nicht, teilt der nächste Spieler die Karten aus, und es wird ein weiteres Blatt gespielt. Bei dieser Variante ist es möglich, das Spiel zu gewinnen, ohne die höchste Gesamtpunktzahl erreicht zu haben. Wenn zum Beispiel Spieler A alle Karten auslegt und eine Gesamtpunktzahl von 505 hat, wohingegen Spieler B eine Gesamtpunktzahl von 520 hat, dann hat Spieler A gewonnen.

Weitere Webseiten zu Rommé 500

Alan Gilfoy hat auf seiner Rommé 500-Website Spielregeln für eine andere Variante dieses Spiels veröffentlicht.

Eine weitere Sammlung von Rommé 500-Regeln findet sich auf Rummy.com.

Rummy.ch ist eine deutschsprachige Website, auf der sich Regeln für Rommé 500 und viele andere Rommé-Spiele finden sowie einige Artikel zur Spielstrategie, Rezensionen zu Online-Rommé-Websites und ein Forum.

Archivierte Kopien von Jim Davidsons Version der Regeln für Rommé 500 und für die Varianten Rommé 5000 und Rommé 10 000.

Software und Onlinespiele

Bei RommeRoyal können Sie Rommé 500 online zum Vergnügen oder auch um echtes Geld spielen.

Malcolm Bain hat ein Rommé 500-Programm für Windows geschrieben, mit dem Sie gegen Computer-Gegner spielen können.

Mit Championship Rommé Pro von DreamQuest Software können Sie Rommé 500 gegen Computer-Gegner spielen. Verfügbar für PC-Windows, Palm, Pocket PC und Handy.

Ein Shareware-Computerprogramm für Rommé 500 kann bei MeggieSoft Games heruntergeladen werden.

Die Sammlung HOYLE Card Games für Windows oder Mac OS X enthält neben weiteren beliebten Kartenspielen auch ein Programm für das Spiel "Rommé 500".

Special K Software hat Software, mit der das Spiel Rommé 500 gespielt werden kann. Diese Software ist erhältlich auf www.specialksoftware.com.

Rommé 500 für zwei Spieler kann online auf Game Desire gespielt werden.