Mexican Train

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Mexican Train Dominoes Set
Double twelve dominoes Mexican Train set

Mexican Train markers

Die vorherige Version dieser Seite beruhte zum Teil auf einem Missverständnis der Regeln. Diese überarbeitete Version wurde mithilfe der Klarstellungen auf der Seite Mexican Train von Joe Celko erstellt.

Einleitung

Mexican Train ist ein Dominospiel, das hauptsächlich in den USA gespielt wird. Am besten eignet es sich wahrscheinlich für vier oder mehr Spieler.

Spielmaterial und Vorbereitung

Verwendet wird ein Satz Dominosteine mit Zwölfer-Pasch. Dieser enthält alle möglichen Paare aus den Zahlen 0 bis 12, was insgesamt 91 Steine ergibt. Zusätzlich sind einige Marker erforderlich. Früher wurden Münzen verwendet: ein Penny für jeden Spieler und ein Fünfcentstück. Heutzutage verwenden manche Spieler jedoch Marker, die Lokomotiven darstellen.

Die Dominosteine werden gemischt. Danach nimmt jeder Spieler eine bestimmte Anzahl Dominosteine und stellt sie hochkant vor sich auf den Tisch, so dass sie von den anderen Spielern nicht eingesehen werden können. Bei bis zu 4 Spielern nimmt jeder Spieler 15 Dominosteine, bei 5 oder 6 Spielern 12 Dominosteine, bei 7 oder 8 Spielern 10 Dominosteine und bei 9 oder 10 Spielern 8 Dominosteine. Die restlichen Dominosteine bleiben verdeckt im Stock.

Das Spiel

Erste Runde

Der Spieler, der den höchsten Pasch hat (den Stein 12-12), beginnt das erste Spiel, indem er ihn in die Mitte des Tischs legt. Das zweite Spiel wird mit dem Stein 11-11 begonnen. Dies setzt sich nach unten bis zum 13. Spiel mit dem Stein 0-0 fort. Wenn kein Spieler den Pasch hat, mit dem das Spiel begonnen werden muss, ziehen die Spieler im Uhrzeigersinn je einen Stein aus dem Stock, bis ein Spieler ihn hat.

Hinweis: Da es sehr lange dauern kann, bis der erforderliche Pasch gezogen wird, könnten Sie ihn auch bereits vor dem Mischen aufgedeckt auf den Tisch legen. In diesem Fall beginnen die Spieler nacheinander im Uhrzeigersinn das Spiel.

Beginnend mit dem Spieler, der den Anfangspasch ausgelegt hat, und nacheinander im Uhrzeigersinn versuchen nun alle Spieler, jeweils einen Zug zu bilden. Dies ist eine einfache Schlange aus Dominosteinen, die beim Pasch in der Mitte beginnt und zum jeweiligen Spieler verläuft. Die Zahlen an den Enden benachbarter Dominosteine müssen immer gleich sein. An den Dominostein in der Mitte darf nur ein Dominostein mit dem Ende angelegt werden, auf dem sich der gleiche Zahlenwert befindet (im ersten Spiel wird also eine 12 benötigt). Ein einfacher Zug könnte wie folgt aussehen:

12-12, 12-7, 7-2, 2-8, 8-8, 8-0, 0-5

In dieser ersten Runde kann der Spieler einmalig beliebig viele Dominosteine auslegen, solange sie einen gültigen Zug bilden.

Wenn in dieser ersten Runde einer der Spieler seinen Zug mit einem Pasch abschließt, hat dies keine Wirkung auf das Spiel, bis die erste Runde für alle Spieler beendet ist. Wenn der erste Spieler seine zweite Runde spielt, muss er den ersten offenen Pasch bedienen (siehe Erläuterung unter Pasch-Steine).

Ein Spieler, der seinen Zug nicht beginnen kann (weil er keinen Dominostein hat, der an den Pasch in der Mitte passt), zieht nicht aus dem Stock. Er muss einfach einen Marker (Penny) an der Stelle platzieren, an der sein Zug beginnen würde. Das bedeutet, dass ab der zweiten Runde jeder Spieler an dieser Stelle einen Dominostein als Anfang für den Zug anlegen darf. Beachten Sie jedoch, dass die Spieler weder an den Zug eines anderen Spielers anlegen noch den "Mexican Train" beginnen dürfen, solange die erste Runde läuft.

Es kann sein, dass ein Spieler bereits in der ersten Runde alle seine Dominosteine auslegen kann. In diesem Fall endet das Spiel nicht sofort, sondern geht so lange weiter, bis alle Spieler ihre erste Runde beendet haben. Danach werden die Punkte gezählt.

Nachfolgende Runden

Wenn jeder Spieler die erste Runde beendet hat, in der er nach Möglichkeit seinen Zug begonnen hat, ändern sich die Spielregeln. Ab sofort legt jeder Spieler nur noch einen Dominostein pro Runde aus (es sei denn, dieser Dominostein ist ein Pasch – siehe unten). Dieser Dominostein darf normalerweise an den folgenden Stellen angelegt werden:

  1. am eigenen Zug des Spielers oder
  2. am Zug eines anderen Spielers, wenn dieser Zug mit einem Penny markiert wurde, weil dessen Besitzer dort nicht anlegen konnte, als er zuletzt an der Reihe war, oder
  3. an einem "Sonderzug" (dem Mexican Train oder Caboose), an dem immer alle Spieler anlegen dürfen.

Natürlich muss jeder Dominostein so angelegt werden, dass die Zahl an dem Ende des bereits ausgelegten Dominosteins mit der Zahl an dem offenen Ende des neu angelegten Dominosteins identisch ist.

Der "Mexican Train" oder "Caboose" kann ab der zweiten Runde von jedem Spieler begonnen werden, indem an den Anfangspasch ein passender einfacher Dominostein angelegt wird. Um diesen Zug von den anderen Zügen zu unterscheiden und damit erkennbar ist, dass alle Spieler an diesen Zug anlegen dürfen, wird auf ihn das Fünfcentstück gelegt. Die Gesamtstruktur aus den Zügen der vier Spieler und einem Mexican Train könnte wie folgt aussehen:

Diagramm der kreuzförmigen Struktur

Wenn Sie an der Reihe sind und feststellen, dass Ihre Dominosteine an keines der offenen Enden, an denen Sie anlegen dürfen, passt, müssen Sie einen Dominostein aus dem Stock ziehen und können diesen gezogenen Dominostein anlegen. Wenn Sie trotzdem nicht anlegen können, müssen Sie aussetzen und einen Marker (Penny) auf Ihren Zug legen. Das bedeutet, dass dann jeder Spieler einen Dominostein an diesen Zug anstatt an den eigenen Zug oder den Mexican Train anlegen darf. Wenn Sie nicht anlegen können und der Stock leer ist, setzen Sie einfach aus und legen einen Marker auf Ihren Zug. (Wenn bereits ein Marker auf Ihrem Zug liegt, lassen Sie ihn einfach dort.)

Sobald der Besitzer eines Zugs mit Marker einen Stein an seinen Zug anlegt, wird der Marker entfernt. Ab sofort darf nur noch der Besitzer dieses Zugs an seinen Zug anlegen.

Wenn Sie Ihren Zug nicht in Ihrer ersten Runde beginnen können und erst in einer späteren Runde einen Dominostein ziehen, mit dem Sie Ihren Zug beginnen können (und kein anderer Spieler ihn für Sie begonnen hat), legen Sie in dieser Runde nur einen Dominostein aus (und entfernen dann den Marker von Ihrem Zug). Wenn es Ihnen nicht gelingt, Ihren Zug in der ersten Runde zu beginnen, haben Sie auch die Gelegenheit verpasst, mehrere aneinander passende Dominosteine auf einmal auszulegen.

Pasch-Steine

Ab der zweiten Runde müssen Sie, wenn Sie einen Pasch auslegen, immer auch einen zusätzlichen Dominostein auslegen. Diesen zusätzlichen Dominostein brauchen Sie nicht unbedingt am gerade ausgelegten Pasch anzulegen, sondern können ihn an jeder Stelle anlegen, an der Sie anlegen dürfen. Wenn Sie keinen Stein anlegen können, müssen Sie einen Stein ziehen (sofern noch vorhanden). Wenn der gezogene Stein nicht angelegt werden kann, setzen Sie aus und legen einen Penny auf Ihren Zug. Wenn auch der zusätzliche Dominostein, den Sie auslegen, ein Pasch ist, müssen Sie einen dritten Dominostein auslegen. Dieser dritte Dominostein kann am ersten oder zweiten ausgelegten Pasch oder an beliebiger anderer Stelle angelegt werden. Dies setzt sich fort, solange Sie einen Pasch ziehen. Ihre Runde endet, wenn Sie einen Dominostein ausgelegt haben, der kein Pasch ist, oder wenn Sie (weil Sie nicht auslegen können) aussetzen und Ihren Penny auf Ihren Zug legen. Die einzige Ausnahme hiervon tritt ein, wenn Ihr letzter Dominostein ein Pasch ist: In diesem Fall ist das Spiel sofort beendet und die Punkte werden gezählt.

Wenn ein Pasch ausgelegt wird und der Spieler einen Zug mit einem Pasch abschließt, muss nach diesem Spieler der nächste Dominostein an diesen Pasch angelegt werden. Dies wird als "Bedienen" des Paschs bezeichnet. Diese Situation entsteht in mehreren Fällen:

  • Der Spieler, der einen Pasch ausgelegt hat, konnte keinen weiteren Stein auslegen.
  • Der Spieler, der einen Pasch ausgelegt hat, hat den zweiten Stein an einem anderen Zug angelegt.
  • Ein Spieler hat mehr als einen Pasch ausgelegt (und kann bei nur einer freien Runde nicht mehr als einen davon bedienen).

Den Pasch bedienen muss zuerst der Spieler, der direkt nach dem Spieler, der den Pasch ausgelegt hat, an der Reihe ist. Kann er den Pasch bedienen, dann muss er dies auch tun, auch wenn dies im Zug eines Spielers wäre, in dem er normalerweise nicht anlegen könnte. Kann er den Pasch nicht mit seinen Steinen bedienen, zieht er einen Stein aus dem Stock. Wenn der gezogene Stein nicht an den Pasch passt, muss er aussetzen und einen Penny auf seinen eigenen Zug legen. Danach muss der Spieler, der direkt nach ihm an der Reihe ist, den Pasch bedienen. Wenn nach einem Spieler mehrere Pasch-Steine unbedient geblieben sind, müssen alle offenen Pasch-Steine von nachfolgenden Spielern in der Reihenfolge, in der sie ausgelegt wurden, bedient werden.

Wenn ein oder mehrere Spieler den Zug, den sie in ihrer ersten Runde ausgelegt haben, mit einem Pasch abschließen, muss jeder Pasch nacheinander bedient werden, sobald jeder Spieler einmal an der Reihe war. Dabei wird mit dem ersten Spieler begonnen, der den Pasch in der Mitte gelegt hat.

Hinweis: Manche Spieler ziehen es vor, Pasch-Steine im Zug quer (wie bei anderen Dominospielen) anstatt in Längsrichtung anzulegen. In diesem Spiel schaffen Pasch-Steine unabhängig von ihrer Ausrichtung keinen Ansatzpunkt, an den zusätzliche Steine angelegt werden können, wie in Chicken Foot. Mit Ausnahme des Anfangssteins können an einen Pasch, an dem bereits zwei Steine (der Stein, an den er angelegt wurde, und der Stein, der ihn bedient) liegen, keine weiteren Steine angelegt werden.

Der Punktwert

Das Spiel ist beendet, sobald ein Spieler keine Dominosteine mehr hat oder das gesamte Spiel blockiert ist, weil kein Spieler mehr anlegen kann.

Ausnahme: Im außergewöhnlichen Fall, dass ein Spieler alle seine Dominosteine bereits in der ersten Runde in Form eines Zuges auslegen kann, ist das Spiel erst dann beendet, wenn alle Spieler ihre erste Runde beendet haben.

Jeder Spieler erhält die Augenzahl auf den Dominosteinen, die er dann noch hat, als Strafpunkte (ein Spieler, der keine Dominosteine mehr hat, erhält also keine Strafpunkte für dieses Spiel).

Wie bereits erläutert, besteht eine komplette Sitzung aus 13 Spielen, wobei die einzelnen Spiele nacheinander mit dem Stein 12-12, dem Stein 11-11, dem Stein 10-10 und so weiter bis zum Stein 0-0 begonnen werden. Das Ziel besteht darin, in diesen 13 Spielen so wenige Punkte wie möglich zu sammeln – der Spieler mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl ist der Gewinner.

Varianten

Von diesem Spiel gibt es mehrere Versionen. Leider sind manche der veröffentlichten Beschreibungen nicht sehr klar, so dass es schwierig war, exakt herauszufinden, welche Regeln beabsichtigt waren.

Es gibt einige Varianten, die sich darin unterscheiden, unter welchen Bedingungen Marker auf die persönlichen Züge gelegt werden, sodass auch andere Spieler an sie anlegen können:

  • Manchmal wird so gespielt, dass der Marker entfernt wird, sobald ein beliebiger Spieler (nicht notwendigerweise der Besitzer) an diesem Zug anlegt. In dieser Version darf nach dem Platzieren eines Markers genau ein Stein von einem Gegner an Ihrem Zug angelegt werden, sodass Sie ihn dann weiterführen können.
  • Manchmal wird so gespielt, dass ein Marker von Ihrem Zug entfernt wird, sobald Sie an einer beliebigen Stelle des Spiels anlegen. Da Ihr Zug aber seit dem Platzieren des Markers nicht verlängert wurde und Sie wahrscheinlich immer noch nicht daran anlegen können, werden Sie in einer späteren Runde wohl wieder Ihren Marker auf den Zug legen müssen, wenn Sie keine andere Möglichkeit haben.
  • Manchmal wird so gespielt, dass der Spieler keinen Marker auf seinen Zug legt, wenn er nicht an seinem Zug anlegen durfte, weil er einen Pasch bedienen musste. Er wäre also vielleicht in der Lage gewesen, an seinem Zug anzulegen, wenn dies zulässig gewesen wäre. Dann sollte er ihn logischerweise auch nicht in dieser Situation für andere Spieler öffnen müssen.

Manchmal wird so gespielt, dass die Regel, nach der offene Pasch-Steine vom nächsten Spieler bedient werden müssen, nicht gilt.

Manchmal wird so gespielt, dass die Pasch-Steine, die in einer bestimmten Reihenfolge ausgelegt wurden, in der umgekehrten Reihenfolge bedient werden müssen.

Manchmal wird so gespielt, dass in einer Runde nicht mehr als ein Pasch ausgelegt werden darf. In dieser Version kann sich nie mehr als ein unbedienter Pasch auf dem Tisch befinden.

Manchmal wird so gespielt, dass in der ersten Runde nicht so viele Steine wie möglich am eigenen Zug angelegt werden können, sondern von Beginn an immer nur ein Stein ausgelegt werden darf.

Manchmal wird mit Pluspunkten anstatt mit Strafpunkten gewertet. Der Spieler, der keine Dominosteine mehr hat, oder bei einer Blockade der Spieler mit den wenigsten Punkten erhält als Pluspunkte die Gesamtpunktzahl auf den Dominosteinen, die die anderen Spieler noch haben. Bei einer Blockade mit Unentschieden zwischen den Gewinnern werden die Punkte der anderen Spieler auf die Gewinner aufgeteilt.

Weitere Webseiten zu Mexican Train

Die Regeln für Mexican Train von David Bauguess basieren auf den Regeln für Puremco Mexican Train, wurden aber überarbeitet, um mehr Klarheit zu schaffen und einige Verbesserungen vorzuschlagen. In dieser Version gilt in der ersten Runde keine Sonderregel – es darf von Anfang an nur ein Stein ausgelegt werden. Diese Seite enthält auch einen nützlichen Teil zum Thema Strategie.

Die Webseite Domino Plaza enthält ebenfalls Regeln für Mexican Train, nach denen bereits ab der ersten Runde nur ein Stein ausgelegt werden darf.

Hier finden Sie die Beschreibung des Spiels Mexican Train von Joe Celko. Eine frühere Version davon ist in der Spielesammlung auf Game Cabinet auf der Seite Mexican Trains erschienen.

Hier finden Sie die Beschreibung des Spiels Basic Trains von Joe Celko. Eine frühere Version seiner Seite Basic Trains ist in der Spielesammlung auf Game Cabinet erschienen.

Software für Mexican Train

Von der Website Amuseware können Sie das dortige Mexican Train for Windows als kostenfreie Probelizenz für einen begrenzten Zeitraum herunterladen. Dies ist die Version, in der bereits ab der ersten Runde nur ein Stein ausgelegt werden darf. Sie können so spielen, dass die Regel, nach der Pasch-Steine bedient werden müssen, wahlweise gilt oder nicht gilt.