Brag ist ein beliebtes britisches Glücksspiel. Man sagt, es sei dem Poker ähnlich, tatsächlich ist es aber viel älter und die Methode des Bietens ist anders. Die Grundform von Brag mit drei Karten ist eines der von Hoyle beschriebenen Spiele. Es datiert also vom späten 18. Jahrhundert oder früher. Es ist fast identisch mit dem beliebten indischen Spiel Teen Pathi ("drei Karten").
Auf dieser Seite werden das Spiel "Brag mit drei Karten" und dessen Varianten "Brag mit vier Karten" und "Brag mit fünf Karten" beschrieben. Es gibt noch weitere Spiele, die als Brag mit 6 Karten, 7 Karten, 9 Karten und 13 Karten bekannt sind. Da dort aber ein anderer Mechanismus Anwendung findet, werden diese Spiele auf einer separaten Seite behandelt.
Diese Seite wurde aus vielen verschiedenen Quellen zusammengestellt, denen an dieser Stelle für ihre Beiträge ausdrücklich gedankt werden soll. Dazu gehören: Jon Garibaldi, Thomas Olsson, Dave Phillips, Jamie Prestidge, Chris Roberts, Phill Rogers, Brian Rollo, Justin Thurkettle, Mike Tobias.
Es wird das Standardkartenspiel mit 52 Karten ohne Joker verwendet. Die Karten jeder Farbe bilden vom höchsten bis zum niedrigsten Wert die übliche Reihenfolge: A-K-D-B-10-9-8-7-6-5-4-3-2. Die Anzahl der Spieler kann variieren. Am besten eignet sich das Spiel wahrscheinlich für 4 bis 8 Spieler.
Brag mit drei Karten ist ein Glücksspiel. Vor dem Spielbeginn ist es unerlässlich, dass die Spieler den Einsatz vereinbart und die geltenden Regeln verstanden haben. Die folgenden Punkte müssen vereinbart werden:
Die möglichen Blätter beim Spiel "Brag mit drei Karten" haben vom höchsten bis zum niedrigsten Wert die folgende Reihenfolge.
| Kombination | Beispiele | Erläuterung |
|---|---|---|
| Prial | . . . | "Prial" – Kurzform für "Pair Royal" – in Brag der Name für einen Satz aus drei Karten mit gleichem Wert. Am besten sind die Dreien; die anderen Prials haben die Rangfolge der Karten: A-A-A, K-K-K, D-D-D usw. bis hinunter zu 5-5-5, 4-4-4, 2-2-2, das heißt, drei Zweien sind der niedrigste Prial. |
| Running Flush | . . . | Ein Running Flush ist ein Satz aus drei aufeinanderfolgenden Karten derselben Farbe. Ein Lauf ist ein Satz aus drei aufeinander folgenden Karten unterschiedlicher Farben. Obwohl das Ass den höchsten Wert hat, zählt A-2-3 als gültiger Lauf – oder als gültiger Running Flush, wenn alle Karten dieselbe Farbe haben. Tatsächlich ist A-2-3 der höchste Lauf oder Running Flush, A-K-D in einer Farbe bilden den zweithöchsten Lauf oder Running Flush. Danach folgen K-D-B und so weiter, bis hinunter zu 4-3-2 als dem niedrigsten Lauf oder Running Flush. 2-A-K ist kein gültiger Lauf oder Running Flush. Ein Running Flush schlägt jeden Lauf in gemischten Farben. Also gilt zum Beispiel: |
| Lauf | . . . | |
| Flush | . . . | Ein Flush besteht aus drei Karten derselben Farbe – nicht drei aufeinander folgende Karten, da es dann ein Running Flush wäre. Beim Vergleichen von Flushs werden zuerst die höchsten Karten verglichen. Wenn diese Karten gleich sind, werden die mittleren Karten verglichen. Wenn auch diese Karten gleich sind, werden die niedrigsten Karten verglichen. |
| Paar | . . . | Ein Paar besteht aus zwei Karten mit gleichem Wert. Die dritte Karte hat einen anderen Wert, andernfalls hätten Sie einen Prial. Beim Vergleichen von Paaren wird zuerst der Wert des Paares verglichen (Asse haben den höchsten Wert). Wenn zwei Spieler dasselbe Paar haben, bestimmt die dritte Karte, welcher Spieler das höhere Blatt hat. Also gilt zum Beispiel: 9-9-3 schlägt 8-8-K und diese Kartenfolge schlägt 8-8-B. |
| Höhere Karte | . . . | Drei Karten, die keine der obigen Kombinationen bilden. Wie beim Flush werden zuerst die höchsten Karten der beiden Blätter verglichen. Wenn diese Karten gleich sind, werden die zweithöchsten Karten verglichen. Wenn auch diese Karten gleich sind, werden die dritthöchsten Karten verglichen. Also gilt zum Beispiel: B-6-3 schlägt 10-9-7 und diese Kartenfolge schlägt 10-9-6. |
Es gibt keine Reihenfolge der Farben, sodass zwei Blätter denselben Wert haben können. Also gilt zum Beispiel:
7-
7-
D ist gleich
7-
7-
D. Bei einem Vergleich von zwei gleichwertigen Kombinationen verliert der ansagende Spieler (der Spieler, der bezahlt hat, um das andere Blatt zu sehen) (siehe unten unter Bieten).
Pokerspieler sollten unbedingt daran denken, dass "Lauf" und "Flush" nach ihrem Wert in Brag genau die umgekehrte Rangfolge gegenüber Poker bilden.
Vor jedem Geben müssen alle Spieler den vereinbarten Grundeinsatz in den Pot einbringen. Gegeben und ausgespielt wird immer im Uhrzeigersinn. Nach jedem Blatt gibt der nächste Spieler links neben dem bisherigen Geber neu.
Beim ersten Geben in der Sitzung mischt der Geber. Bei den folgenden Spielen werden die Karten nur dann gemischt, wenn das vorherige Blatt "gesehen" und von einem Prial gewonnen wurde. Mit Ausnahme dieses Falls werden die Karten zwischen den einzelnen Spielen normalerweise nicht gemischt. Die Karten aus dem vorherigen Spiel werden einfach unter den Kartenstapel gelegt und der Geber gibt für das neue Spiel von oben, ohne zu mischen.
Der Geber gibt im Uhrzeigersinn jedem Spieler je eine Karte verdeckt, bis jeder Spieler drei Karten hat. Die Spieler können sich ihre eigenen Karten ansehen. Sie können aber auch darauf verzichten und spielen dann "blind" – siehe unten. Die Karten dürfen nie für einen anderen Spieler erkennbar sein. Nur der Spieler, an den sie ausgeteilt wurden, darf sie sehen, es sei denn, das Bieten endet mit der Aufforderung zum "Sehen". In diesem Fall werden die Karten der zwei beteiligten Spieler (aber nicht die Karten der anderen Spieler) für jeden sichtbar aufgedeckt.
Hinweis: Dadurch, dass nicht gemischt wird, kann erkannt werden, welche Karten im Spiel sind, wenn sich bestimmte Karten wieder im Umlauf befinden. Auf dieser Seite zum Kartenzählen wird eine Methode des Mogelns bei einem Spiel mit 3 oder 6 Spielern beschrieben. Dabei werden beim Einsammeln der vorherigen Blätter vor dem Mischen die Karten auf eine bestimmte Art angeordnet.
Nachdem die Karten gegeben wurden, beginnt das Bieten bei dem Spieler links neben dem Geber. Dieser Spieler kann "aufgeben" (d. h. er legt seine Karten verdeckt vor sich ab und nimmt am weiteren Spielverlauf nicht mehr teil) oder er kann einen beliebigen Betrag zwischen dem vereinbarten Minimum und dem vereinbarten Maximum setzen. Wenn alle außer einem Spieler aufgeben, erhält dieser verbliebene Spieler das gesamte Geld aus dem Pot. Danach wird das nächste Blatt gegeben.
Wenn ein Spieler setzt, muss jeder Spieler danach entweder aufgeben oder mindestens so viel setzen, wie zuletzt gesetzt wurde. Ein Spieler kann auch mehr setzen als der vorherige Spieler, muss sich dann aber möglicherweise an ein vereinbartes Limit für den Betrag, um den der Einsatz erhöht werden kann, halten. Das Bieten wird nacheinander durch die einzelnen Spieler so lange fortgesetzt, wie es notwendig ist.
Wenn nur noch zwei Spieler im Spiel sind, weil alle anderen Spieler aufgegeben haben, wird eine dritte Option möglich. Jeder Spieler kann zum Sehen des anderen Blattes auffordern. Das Sehen kostet zwei Mal so viel wie der Einsatz des vorherigen Spielers. Wenn Sie bezahlen, um das andere Blatt zu sehen, werden zuerst die drei Karten des anderen Blattes aufgedeckt. Wenn Ihre Karten besser als die Ihres Gegners sind, decken Sie Ihr Blatt auf, um dies zu beweisen, und haben den Pot gewonnen. Wenn Ihre Karten ebenso gut wie die Ihres Gegners oder schlechter sind, hat Ihr Gegner den Pot gewonnen. In diesem Fall brauchen Sie Ihre Karten nicht aufzudecken. Beachten Sie: Bei gleichwertigen Blättern hat der Spieler verloren, der bezahlt hat, um zu sehen.
Pokerspieler sollten beachten, dass es keine Möglichkeit gibt, die Einsätze anzugleichen. Wenn Sie im Spiel bleiben (mitgehen) möchten, müssen Sie in jeder Runde mindestens so viel Geld einzahlen wie der vorherige Spieler. Die folgenden Beispiele sollen dies anhand eines Spiels mit vier Spielern veranschaulichen:
Das Bieten wird so lange fortgesetzt, bis
Sobald ein Spieler aussteigt, werden die Karten dieses Spielers unter den Kartenstapel gelegt und können beim nächsten Geben verwendet werden. Nach dem Bieten werden die Karten des letzten aktiven Spielers bzw. die Karten der zwei Spieler, die am Sehen beteiligt waren, auf dieselbe Art wieder dem Kartenstapel zugeführt.
Bitte beachten Sie die folgenden grundlegenden Verhaltensregeln:
Wenn Sie gegen eine der obigen drei Regeln verstoßen, scheiden Sie aus jedem Brag-Spiel aus.
Das folgende Beispiel zeigt das Bieten zwischen fünf Spielern:
| Runde | Andy | Bill | Chris | Dan | Eddie |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | 1 | 1 | Steigt aus | 2 |
| 2 | 2 | 2 | 2 | - | 2 |
| 3 | 2 | 2 | 2 | - | 2 |
| 4 | 2 | Steigt aus | 2 | - | 5 |
| 5 | 5 | - | 5 | - | 5 |
| 6 | 5 | - | 5 | - | 5 |
| 7 | 5 | - | Steigt aus | - | 10 |
| 8 | 10 | - | - | - | 10 |
| 9 | 10 | - | - | - | 10 |
| 10 | 20 (zum Sehen) | ||||
Wichtige Punkte
Ein gebräuchliches (aber nicht unbedingt notwendiges) Limit beim Erhöhen lässt sich beim Privatspiel vereinbaren, und zwar einigen sich die Spieler darauf, dass kein Spieler den Pot um mehr als dessen aktuellen Inhalt erhöhen kann. Damit läge bei einem Spiel mit fünf Spielern das Maximum für den Ersteinsatz beim Fünffachen des Grundeinsatzes.
Brag wird selten mit dem gespielt, was Pokerspieler als Tischeinsätze kennen (dabei halten die Spieler das Geld, mit dem sie spielen, für jedermann sichtbar auf dem Tisch und können zusätzliches Geld nur zwischen den Blättern und mit Zustimmung aller anderen Spieler in das Spiel einführen). Brag-Spieler haben ihr Geld häufig in der Tasche, bis es benötigt wird. Es ist üblich, darauf zu bestehen, dass jeder Spieler, der an einem Spiel teilnehmen möchte, zumindest eine bestimmte Mindestsumme Geldes auf den Tisch legt, zum Beispiel £10. Danach können die Spieler nach eigenem Ermessen jederzeit neues Geld ins Spiel bringen.
Manchmal wird so gespielt, dass Sie, wenn Sie mitgehen möchten, obwohl Ihr Geld nicht mehr für den Einsatz reicht, Ihr gesamtes restliches Geld in den Pot und Ihre Karten verdeckt darauf legen müssen. Dies wird als Abdecken des Pots bezeichnet. Wenn noch mehrere andere Spieler aktiv sind, läuft das Bieten wie zuvor weiter, das Geld wird aber in einen neuen Pot gelegt. Nachdem dieser neue Pot abgerechnet wurde, wird das Blatt des Gewinners aufgedeckt und mit dem Blatt des Spielers, der kein Geld mehr hatte, verglichen. Der alte Pot wird vom höheren Blatt oder, bei einem Unentschieden, vom Gewinner des neuen Pots gewonnen.
Das Abdecken des Pots ist eine Methode, die auch verwendet werden kann, wenn nur noch zwei Spieler im Spiel sind. Wenn einem der Spieler das Geld ausgeht, endet das Bieten, sobald ein Spieler sein letztes Geld in den Pot legt. Der andere Spieler braucht kein weiteres Geld einzusetzen, sondern deckt seine Karten auf. Er gewinnt den Pot, wenn der Spieler, der kein Geld mehr hat, kein besseres Blatt vorweisen kann.
Aus Sicht des Spielers, dem das Geld ausgeht, scheint das Abdecken des Pots möglicherweise ein unfaires Verfahren zu sein. Andererseits erhält er aber so die Möglichkeit, billig das Blatt des Gegners zu sehen, ohne dass unangenehme Situationen entstehen.
Gemäß den Informationen von Brag-Spielern ist eine strengere Regel üblich, nach der ein Spieler, dessen Geld für den erforderlichen Einsatz in voller Höhe nicht ausreicht, entweder aussteigen oder sich das notwendige Geld von einem anderen Spieler oder einem Zuschauer leihen muss. Zu diesem Zweck darf der Spieler seine Karten einem bereits ausgestiegenen Spieler, der ihm finanziell helfen könnte, zeigen. Manchmal gibt es eine Vereinbarung, dass der Spieler mit dem meisten Geld dem finanziell in Bedrängnis geratenen Spieler eine gewisse Summe leiht, damit dieser weiter bieten kann.
Manchmal wird so gespielt, dass, wenn nur zwei Spieler im Spiel sind und einem von ihnen das Geld ausgeht, der Spieler, der noch Geld hat, die Wahl hat, entweder
Es sollte klar sein, dass das Bieten auf Kredit zu schwierigen Situationen führen kann, weil ein Spieler entweder ein gutes Blatt abwerfen muss oder sich Geld leihen muss, das er möglicherweise nicht zurückzahlen kann. Wenn Blind-Einsätze erlaubt sind, weitet sich diese Art Problem sogar noch aus, da ein Blind-Spieler beliebig lange gegen einen offenen Spieler bieten kann und der offene Spieler den Blind-Spieler nicht sehen kann.
In einer Situation, bei der drei (oder mehr) Spieler gegeneinander bieten und keiner von ihnen bereit ist auszusteigen, können sich die Spieler, wenn sie das Gefühl haben, dass der Pot zu groß wird, auf einen Showdown einigen, bei dem alle Karten aufgedeckt werden und das höchste Blatt gewinnt.
Es wäre hilfreich, wenn sich erfahrene Brag-Spieler an diese Adresse wenden und genauere Informationen zum korrekten Umgang mit diesen Situationen liefern könnten.
Erfahrene Spieler lassen in der Regel das Blind-Spielen als zusätzliche Option zu. Jeder Spieler kann entscheiden, ein Blatt blind zu spielen. Wenn Sie blind spielen, sehen Sie sich Ihre Karten nicht an, sondern lassen sie verdeckt auf dem Tisch liegen. Sie nehmen ganz normal am Bieten teil, Ihre Einsätze haben dann aber den doppelten Wert. Mit anderen Worten: Sie brauchen immer nur die Hälfte des Geldeinsatzes, den Sie benötigen würden, wenn Sie sich Ihre Karten angesehen hätten.
Wenn Sie bieten müssen, während Sie blind spielen, können Sie sich Ihre Karten ansehen, bevor Sie sich entscheiden, ob Sie bieten oder aussteigen. Ab diesem Moment sind Sie kein Blind-Spieler mehr und wenn Sie dann mitgehen möchten, müssen Sie wieder denselben Betrag setzen wie die Spieler, die nicht blind spielen.
Wenn Sie blind spielen und alle anderen Spieler aussteigen – was überraschend klingt, aber nachgewiesenermaßen passieren kann – haben Sie den Pot nicht gewonnen. Stattdessen wird der Pot unverändert in das nächste Spiel übernommen und Sie dürfen Ihr Blatt nicht behalten – siehe unten.
Wenn nur noch zwei Spieler übrig sind, von denen mindestens einer blind spielt, gibt es für den einen Spieler die folgenden Möglichkeiten, das Blatt des anderen Spielers zu "sehen" (das heißt, zu bezahlen, damit die Blätter aufgedeckt und verglichen werden).
Beispiel für das Bieten:
| Runde | Andy | Bill | Chris | Dan | Eddie |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | 1 (blind) | 2 | 1 (blind) | 2 |
| 2 | 2 | 1 (blind) | 2 | 1 (blind) | 2 |
| 3 | 2 | 1 (blind) | 2 | 1 (blind) | 2 |
| 4 | 2 | 1 (blind) | 4 | 2 (blind) | Steigt aus |
| 5 | 4 | 5 (blind) | 10 | Steigt aus | - |
| 6 | Steigt aus | 5 (blind) | 10 | - | - |
| 7 | - | 5 (blind) | 10 | - | - |
| 8 | - | 10 (zum Sehen) | |||
Wichtige Punkte:
Wenn Sie ein blindes Blatt haben und alle anderen Spieler ausgestiegen sind, können Sie das blinde Blatt auf dem Tisch behalten. Da danach das nächste Blatt gegeben wird, haben Sie plötzlich zwei Blätter vor sich. Sie können:
Wenn Sie sich eines der Blätter ansehen, müssen Sie sofort entscheiden, ob Sie es behalten oder verdeckt ablegen. Wenn Sie es behalten, müssen Sie das andere Blatt verdeckt ablegen ohne es sich anzusehen. Sie spielen dann nicht mehr blind, sondern normal mit den Karten auf der Hand. Wenn Sie entscheiden, das gesehene Blatt verdeckt abzulegen, haben Sie nur noch ein blindes Blatt, mit dem Sie nach den üblichen Regeln spielen. Sie können es sich also auch sofort oder erst später ansehen.
Wenn Sie sich keines der beiden Blätter ansehen, können Sie beide Blätter "blind" spielen, bis Sie entscheiden, sich eines von ihnen anzusehen. In diesem Fall müssen Sie sich an die obige Vorgehensweise halten.
Im unwahrscheinlichen Fall, dass Sie den Pot erneut gewinnen, ohne sich eines der "blinden" Blätter angesehen zu haben, können Sie sich bis zum nächsten Austeilen ein Blatt aussuchen, das Sie unbesehen behalten dürfen. Sie können nicht drei "blinde" Blätter gleichzeitig haben.
Beachten Sie, dass Sie beim Spielen mit zwei "blinden" Blättern niemals beide Blätter ansehen und sich für das bessere Blatt entscheiden können. Sie müssen sich ein Blatt ansehen und sich für das Behalten oder Ablegen entscheiden, bevor Sie sich das andere Blatt ansehen.
Jon Garibaldi hat die folgende Analyse vorgestellt.
Da es so wenige vollkommen unterschiedliche Blätter gibt, ist es nicht schwierig, die vorherigen Wahrscheinlichkeiten zu berechnen.
Es gibt insgesamt 22.100 unterschiedliche Kartenkombinationen ( 52 * 51 * 50 / 3! ). Die Anzahl der Möglichkeiten für die einzelnen Blätter und die ungefähren Gewinnchancen stellen sich wie folgt dar:
| Blatt | Kombinationen | Wahrscheinlichkeit | Gewinnchancen |
|---|---|---|---|
| Prial aus Dreien | 4 | 1/5525 | 5524 zu 1 |
| Sonstiger Prial | 48 | 1/460 | 459 zu 1 |
| Running Flush | 48 | 1/460 | 459 zu 1 |
| Lauf | 720 | 1/31 | 30 zu 1 |
| Flush | 1 096 | 1/20 | 19 zu 1 |
| Paar | 3 744 | 1/6 | 5 zu 1 |
| Höhere Karte | 16 440 | 3/4 | 3 zu 1 |
| (Kombinationen gesamt) | 22 100 | ||
Offenkundig werden diese Gewinnchancen durch die vorherigen Karten beeinflusst, wenn der Stock nicht gemischt wird.
Jon Garibaldi gibt den folgenden Rat.
Dies ist dasselbe Spiel wie "Brag mit drei Karten", nur dass hier vier Karten an jeden Spieler ausgeteilt werden. Vor dem Bieten legen die Spieler, die sich ihr Blatt ansehen, eine Karte ab, um die bestmögliche Kombination aus drei Karten zu behalten. Bei einem Unentschieden zwischen zwei Blättern wird die abgelegte Karte verwendet, um zu entscheiden, welches Blatt besser ist. Wenn die abgelegten Karten ebenfalls den gleichen Wert haben, geht der Spieler, von dem gesehen wurde, als Gewinner aus dem Unentschieden hervor.
Wenn blind gesetzt werden darf, lässt ein Blind-Spieler alle vier Karten verdeckt auf dem Tisch liegen. Wenn Sie blind spielen und sich dann Ihre Karten ansehen, müssen Sie danach eine Karte abwerfen.
Dieses Spiel ähnelt dem "Brag mit vier Karten", nur dass hier fünf Karten an jeden Spieler ausgeteilt werden und jeder Spieler zwei Karten ablegt, um die bestmögliche Kombination aus drei Karten zu behalten.
Brag wird manchmal mit Wild Cards gespielt, auch bekannt als Floater. Welche Karten als "wild" gelten, variiert von Gruppe zu Gruppe. Deshalb sollten Sie sich vor dem Spiel über die Details einigen, wenn Sie mit Wild Cards spielen möchten. Einige Möglichkeiten:
Eine Wild Card kann verwendet werden, um eine beliebige Karte im Kartenspiel zu repräsentieren. Wenn aber zwei Blätter ansonsten gleich sind, schlägt ein Blatt ohne Wild Card ein Blatt, das eine oder mehrere Wild Cards enthält, und ein Blatt mit weniger Wild Cards schlägt ein Blatt, das mehr Wild Cards enthält. Beispiel: W bezeichnet eine Wild Card. W-
8-
7 (dabei repräsentiert W die
9) schlägt
8-
7-
6 und diese Kartenfolge schlägt
8-W-
6. Außerdem gilt:
K-
K-W schlägt
K-W-W und diese Kartenfolge schlägt
D-
D-
D.
Es hat den Anschein, dass Wild Cards häufig im "Brag mit vier Karten" und im "Brag mit fünf Karten" verwendet werden, dafür wird "Brag mit drei Karten" häufiger ohne sie gespielt.
Manchmal wird so gespielt, dass Sie, wenn nur zwei Spieler bieten, den zuletzt gemachten Einsatz nur mit einem gleich hohen Einsatz beantworten müssen, um die Karten des anderen Spielers zu sehen (sofern er nicht blind setzt). Das Sehen kostet nicht den doppelten Einsatz.
Manchmal wird so gespielt, dass nach dem Geben der Rest des Kartenstapels aufgedeckt auf den Tisch gelegt wird, so dass nur eine Karte (die beim Geben die unterste Karte war) erkennbar ist. Blätter von Spielern, die ausgestiegen sind, werden dann aufgedeckt auf den Stapel gelegt, wobei wiederum nur eine Karte sichtbar ist.
Phill Rogers hat von einer Version berichtet, bei der, wenn nach dem Geben eine volle Runde abgeschlossen wurde (das heißt, es wurde einmal mehr gegeben als Spieler vorhanden sind), der nächste Geber das Spiel wählen kann. Der Geber kann eine andere Variante vorgeben (welche Karten wild sind, ob Blind-Einsätze zulässig sind, ob drei, vier oder fünf Karten ausgegeben werden). Einem Wechsel zu einem anderen Kartenspiel, zum Beispiel von Brag zum Indischen Poker, müsste die Mehrheit der Spieler zustimmen.
In vielen Büchern, besonders aus dem späten 19. und dem gesamten 20. Jahrhundert, wird eine vollkommen frei erfundene Form des Spiels "Brag" mit Bieten (ähnlich dem Poker) und drei Wild Cards bzw. "Braggers" (
A,
B und
9) beschrieben. Es gibt keinen Beweis dafür, dass Brag jemals so gespielt wurde. Vielmehr sieht es so aus, als wäre diese Version aus alten gedruckten Beschreibungen abgeleitet worden, die nicht richtig verstanden wurden. Eine genauere Erläuterung dazu finden Sie bei Jeffrey Burton in The Playing-Card Vol XXIV No 3 (Nov-Dec 1995) and 4 (Jan-Feb 1996).
Es gibt mehrere indische Websites, auf denen Onlinespiele des nahezu identischen indischen Spiels Teen Pathi (3 Karten) angeboten werden, die mit echtem Geld gespielt werden können.
Ein Programm für Brag kann als Freeware von The Nelsons Domain heruntergeladen werden.
Um die Möglichkeit geheimer Absprachen in einem Onlinespiel zu verringern, hat GameAccount eine Variante mit der Bezeichnung "3 Card Brag Poker" (Brag-Poker mit 3 Karten) eingeführt, bei der nachgezogen und wie beim Poker geboten wird. Vor dem Austeilen leisten die zwei Spieler links neben dem Geber Zwangseinsätze, sogenannte kleine und große "Blinds". Auf das Geben folgt eine Einsatzrunde wie beim Poker mit festen Einsätzen und Erhöhungen, die dem Doppelten des großen Blinds entsprechen, und einem Limit von drei Erhöhungen, wenn mehr als zwei Spieler im Pot sind. Danach kann jeder Spieler bis zu drei Karten ablegen und erhält neue Karten. Darauf folgt eine zweite Einsatzrunde, in der die Einsätze und Erhöhungen zwei Mal so groß sind und in der ebenfalls ein Limit von drei Erhöhungen gilt, solange mehr als zwei Spieler aktiv sind. Die Spieler brauchen sich die Karten, die sie vom Geber erhalten haben, nicht anzusehen und solange sie spielen, ohne ihre Karten anzusehen, können sie für den halben Preis ansagen. Sie können online bei GameAccount Brag-Poker mit 3 Karten spielen
.
Auf der Website Brag spielen wird diese Version von Brag ebenfalls beschrieben. Außerdem enthält sie Ratschläge und Informationen zu Gewinnchancen.